Das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen, Niederösterreich. Wegen Corona-Infizierten müssen 150 Flüchtlinge in einem anderen Quartier aufgenommen werden. Zwei Vorschläge gibt es dafür in der Steiermark.

150 Asylanten sollen nun nach Leoben kommen, da das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen niemanden mehr aufnehmen kann. Fachkräfte für die Betreuung werden jetzt gesucht, aber niemand will sich dem Job annehmen.

Die steierische Bevölkerung ist indes überhaupt nicht erfreut, dass angeblich zwei Asylquartiere am Semmering und in Leoben inmitten der Corona-Krise wieder in Betrieb genommen werden sollen.

Corona-Fälle in Asylzentrum Traiskirchen

Wegen positiver Coronavirus-Infizierten kann das Flüchtlingsheim Traiskirchen im Bezirk Baden bis mindestens April keine Asylanten mehr aufnehmen. 150 Flüchtlinge sollen daher in den nächsten Tagen nach Leoben in die ehemalige Baumarkt-Halle kommen.

Stellenangebot ist nach Tagen noch immer verfügbar

Zahlreiche besorgte Bürger riefen innerhalb kürzester Zeit den Bürgermeister der steirischen Gemeinde an, da die Aufregung groß ist. Auf Facebook taten die tapferen Bewohner bereits in einer eigens dafür gegründeten Gruppe ihren Unmut kund. Bei einem aktuellen Stelleninserat der Stadt werden seit Mitte März auf verschiedenen Job-Portalen „Fachkräfte für Flüchtlingsbetreuung“ in Leoben gesucht. Die Leobner sind offenbar alles andere als erfreut, denn die Bewerbungen halten sich anscheinend in Grenzen.