Die Wahl im österreichischen Bundesland Steiermark ist geschlagen. Die steirische Volkspartei um Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer geht mit 36,8 Prozent als großer Sieger hervor. Verluste müssen die SPÖ sowie die FPÖ einstecken. Schockierend ist das Ergebnis der linksextremen Kommunisten, die deutlich zulegten. Auch die Grünen konnten Stimmenzuwächse verzeichnen. 

Die ÖVP kommt laut vorläufigen Endergebnis auf 36 Prozent (plus 7,6 Prozentpunkte). Die bisher stimmenstärkste SPÖ stürzte auf 22,9 Prozent (minus 6,4 Prozentpunkte) ab. Auch für die FPÖ 17,3 Prozent (minus 9,4 Prozentpunkte) um Spitzenkandidat Mario Kunasek hagelte es eine deutliche Niederlage.

Deutliches Plus für Linke

Der potentielle VP-Koalitionspartner im Bund, die Grünen, kamen auf 12,2 Prozent (plus 5,5 Prozentpunkte). Die linksextreme KPÖ erreichte 6,1 Prozent (plus 1,8 Prozentpunkte), die NEOS 5,4 Prozent (plus 2,8 Prozentpunkte). Interessant: In der Stadt Graz erreichten die Grünen 24,7 und die Linksextremisten gar 13,6 Prozent.

Wochenblick-Chefredakteur Christian Seibert beschäftigte sich mit dem angeblichen Liederbuch-Skandal rund um die steirische FPÖ und Ex-Minister Mario Kunasek. Er resümierte: „Vor dem Liederbuch ist nach dem Liederbuch!“

Kunasek steht zu Entscheidung

FP-Spitzenkandidat Mario Kunasek steht zum Antrag der steirischen FPÖ, die Landtagswahlen vorzuziehen. Der ehemalige Verteidigungsminister übernimmt die Verantwortung für das Ergebnis, sprach jedoch auch an, dass es den Blauen nicht gelungen sei, eigene Themen zu setzen. Die linken Medien hatten sich zuvor unisono auf die steierische FPÖ eingeschossen, in dem beispielsweise über einen angeblichen Liederbuchskandal berichtet wurde.

Vilimsky: „Respektabler Anteil“

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sprach von einem „nicht so schlechten Ergebnis“. Er führte aus, dass es der FPÖ gelungen sei, einen „respektablen Anteil an Stimmen zu erhalten und den dritten Platz zu halten“.

Schützenhöfer begeistert

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zeigte sich begeistert über das Ergebnis. Neben dem ebenfalls anwesenden alten und bald auch neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach er mit Tränen in den Augen von einem „Tag der Freude und der Dankbarkeit“.