Linke Vereine und Initiativen können sich häufig über fürstliche Zuwendungen aus dem Steuersäckel freuen. So auch der Verein „Schule des Ungehorsams“, der vom Karikaturisten Gerhard Haderer initiiert wurde. Rund 500.000 Euro erhielt er von 2017 bis 2019 aus dem Steuertopf. 

Im November 2017 ist die „Schule des Ungehorsams“ von Gerhard Haderer in der Linzer Tabakfabrik eröffnet worden. Dabei sollte die „Schule“ mehr sein als eine Kunstausstellung, nämlich zugleich ein „Ermutigungsprojekt“, um Gleichgesinnte zu vernetzen.

Zudem wurden auch Karikaturen-Kurse in Schulen abgehalten. Dafür gab es auch großzügige Zuwendungen vom Land Oberösterreich, die über die Stadt Linz ausbezahlt wurden. Laut den Subventionsberichten wurde der Verein im Jahr 2018 mit 105.000 Euro gefördert. 2017 waren es 190.000 Euro. 2019 waren es 155.000 Euro.

Anlaufstelle für linke Aktivisten

Insgesamt dürfte der Verein, dem Haderers Sohn Christoph vorsteht, rd. 500.000 Euro Förderungen bezogen haben. Auch zur von Gerhard Haderer gewünschten Anlaufstelle für Bürgerinitiativen und „Aktivisten“ entwickelte sich die Ausstellung in der Tabakfabrik schnell.

Denn Haderers Schule sollte zu Ungehorsam und positivem Denken motivieren, auch mithilfe von Vorträgen, Konzerten, Ausstellungen und Aktionismus. Dass die Aktivisten vornehmlich aus dem linken Spektrum kamen, verwundert dabei kaum. So gaben sich die „Omas gegen rechts“, „Fridays for Future“ oder andere Initiativen wie „Black Lives Matter“ die Klinke in die Hand.

Haderer sieht die Stadt in der Pflicht

Am 29. Februar 2020 verkündete Haderer nun, dass seine „Schule“ die Tabakfabrik verlassen und auf Wanderschaft gehen werde. Die Räume seien zu teuer und nicht ideal, außerdem würde die Dauerausstellung zu große Ressourcen binden. 

Jedoch ließ offenbar auch das Besucherinteresse nach, gerade einmal 8.000 Besucher wollten die Ausstellung 2019 sehen. Haderers Sohn Christoph begründete das mangelnde Besucheraufkommen damit, dass auf der Fassade des Gebäudes nichts auf die „Schule des Ungehorsams“ hingedeutet hatte, sowie mit der schweren Erreichbarkeit im ersten Stock des Bauwerks.

Nun sieht Haderer senior die Stadt in der Pflicht, eine Stelle zu schaffen, wo sich Bürger vernetzen können. Gänzlich anders sieht dies die Linzer Gemeinderätin Brigitta Riha, die kritisiert, dass das Land mit Steuergeld linke Politaktivisten finanziert und aushält.

Keine Prosteste gegen freiheitsraubende Maßnahmen

Ähnlich sieht es auch der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. „Gerade jetzt wäre eine ernstzunehmende ‚Schule des Ungehorsams‘ gegen den Corona-Wahnsinn der Regierung wünschenswert. Immer mehr unserer Freiheitsrechte will uns die schwarz-grüne Bundesregierung nehmen. Es wurde dabei sogar angedacht, zukünftig Kontrollen bis ins private Schlafzimmer vorzunehmen. Hier wäre die ‚Schule des Ungehorsams‘ mit einer kreativen Protestaktion gefordert. Leider betreiben sie bisher mit unserem Steuergeld nur mehr oder weniger erfolgreiche Klientelpolitik“, zeigt sich Hein enttäuscht.