Auch ohne Betriebsrat ist der Steyrer Business-Software-Hersteller BMD ein Unternehmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit. Jeder der 515 Angestellten arbeitet gerne in der Firma, die auch alles tut, um ihren Leuten ein bequemes Schaffen zu ermöglichen.

Ein Beirtag von Kurt Guggenbichler

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Optimaler Arbeitsplatz

Das neue und jetzt in Betrieb genommene Bürogebäude an der Sierninger Straße spiele alle Stückerl, betont Geschäftsführer Ferdinand Wieser, der auch überzeugt ist, dass das Büro in der Arbeitswelt der Zukunft ein Erfolgsinstrument sei.

Deshalb hat BMD auch zehn Millionen Euro für die neue 2.200 Quadratmeter große Büronutzfläche ausgegeben, die sich 180 Mitarbeiter teilen werden.

Beim Bau wurde ein Raumkonzept realisiert, das jedem nun einen optimalen Arbeitsplatz biete, der die Kommunikation fördere, aber auch Ecken zum ruhigen Nachdenken offeriere.

„Mitarbeiter und Kommunikation stehen bei uns immer im Vordergrund“, stellt Software-Entwickler Markus Knausmüller fest und verweist auch darauf, dass sich die BMD-Mitarbeiter ihre Arbeitszeit selbst einteilen könnten.

Deshalb habe man auch viele Teilzeit-Mitarbeiter im Betrieb, was der Produktivität des Unternehmens offenbar nicht geschadet hat – im Gegenteil: „Der Gesamtumsatz wächst jährlich um zehn Prozent“ und nach oben hin sei auch noch alles offen, ergänzt Wieser.

Bei BMD, das sich hauptsächlich mit der Herstellung von Software für Steuerberater (aber auch für große Unternehmen) einen Namen gemacht hat, könnte man noch jede Menge gute Fachkräfte brauchen, vor allem im Entwicklungsbereich, um die bestehenden aber auch die künftigen Kunden adäquat bedienen zu können.

Allein 900 Kunden hätte BMD im Ausland, erläutert Wieser, darunter zum Beispiel auch die Finanz-Prokuratur Niedersachsen. „In den Sparten Rechnungswesen und Personalwesen sind wir Marktführer“, betont Wieser: „Hofer und Hartlauer sind auch unsere Kunden.“

Expansion ins Ausland geplant

Seit 1993 ist das Steyrer Unternehmen, das mit 45 Mitarbeitern gestartet war, kontinuierlich gewachsen und zur weiteren Expansion strecke es nun seine Fühler auch ins benachbarte Ausland aus.

Ungarn und Tschechien seien interessante Märkte, lässt Wieser durchblicken, allerdings müsse man dafür erst das Kommunikationsproblem in den Griff bekommen. Intern hat man es schon längst gelöst und erst 2018 hat BMD einen Preis als zweitbester Arbeitgeber Österreichs bekommen.