Man kann glatt von einem Skandal sprechen, der sich derzeit in der Steyrer Politik-Landschaft abspielt. Der doppelt geimpfter SPÖ-Stadtrat und Arzt Dr. Schodermayr wird zum Auslöser eines Corona-Clusters und bringt somit die Mär der schützenden Impfung stark ins Wanken. Zumal der ungeimpfte Spitzenkandidat der Steyrer FPÖ Helmut Zöttl sich trotz nahem Kontakt nicht infiziert hat. Hilft die Impfung am Ende gar nicht? Wochenblick hat mit Helmut Zöttl gesprochen.

Von Birgit Pühringer

  • Doppelt geimpfter SPÖ-Stadtrat wird zum Auslöser für Corona-Cluster in Steyr Politik
  • Ungeimpfter FPÖ-Vizebürgermeister Zöttl bleibt trotz Kontakt gesund
  • Gerüchte, Zöttl habe sich heimlich impfen lassen – Wochenblick fragte nach
  • Weitere Politikerin positiv und in Quarantäne
  • Vorgehen des SPÖ-Stadtrats missfällt sogar in eigenen Reihen

Ist es ein Wunder, ein intaktes Immunsystem oder gar der Beweis dafür, dass die Impfung nicht das hält, was sie verspricht? Eines ist jedenfalls klar: Skurriler geht es kaum. Der ungeimpfte Spitzenkandidat und Vizebürgermeister Zöttl hat sich trotz eines Gemeinderat-Clusters in Steyr, wohlgemerkt ausgehend von einem Doppelt-Geimpften, nicht mit Corona infiziert. Nun solle gar gemunkelt werden, Zöttl habe sich heimlich  impfen lassen.

„Geimpfte können nun ungetestet Ungeimpfte gefährden!“

Wochenblick fragte bei Helmut Zöttl nach: „Ich bin nicht gegen Corona geimpft. Ich lasse mich regelmäßig testen. Es passt vielen nicht ins Konzept, dass ich als Ungeimpfter nun nicht erkrankt bin, nachdem ich mit den Corona-Infizierten Kontakt hatte. Ich sagte sofort alle Termine ab und blieb zuhause, bis ich am vergangenen Sonntag das negative Ergebnis des PCR-Tests hatte. Diese Woche ließ ich gleich nochmal einen PCR-Test machen und zwischendurch machte ich mehrere Antigen-Tests. So konnte ich sichergehen, mich beim geimpften Stadtrat nicht angesteckt zu haben. Für mich ist es aber auch erschreckend, dass sich die Geimpften nicht testen lassen müssen und so Ungeimpfte gefährden! Jedenfalls wünsche ich den Erkrankten baldige Besserung.“

Doppelt geimpfter SPÖ-Stadtrat als Kontaktperson auf Sitzung unterwegs

Dass sich Geimpfte nicht testen lassen müssen, ist wohl stark zu hinterfragen. Denn sie können nun offenbar wahllos ungeimpfte und geimpfte Menschen anstecken. So geschehen in Steyr! Ein Rot-Kreuz-Fest und eine Gemeinderatssitzung dürften den Steyrer Politik-Spitzen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Am Morgen nach den beiden Veranstaltungen wurden die Steyrer Gemeinderatsmitglieder über ihren Kontakt zu Corona-Infizierten informiert und jeweils als Kontaktperson 2 eingestuft. Auslöser für diese Misere mitten im Wahlkampf dürfte der doppelt geimpfter SPÖ-Stadtrat sein. Er hatte bereits einige Tage zuvor bei einem Fest Kontakt zu Corona-Fällen, wurde als Kontaktperson informiert. Er selbst dürfte diese Informationen aber nicht gleich weitergegeben haben, was sogar in den eigenen Reihen als verantwortungslos bezeichnet wird. Der Wahlkampf war wohl wichtiger!

Besagter SPÖ-Stadtrat ist selbst Arzt

Am Tag nach der Gemeinderatssitzung verspürte Schodermayr schließlich leichte Symptome. Er selbst ist Arzt, führt selbst Impfungen durch – ein durchgeführter Test zeigte positiv. Schlimm genug: seine doppelte Impfung schützte ihn nicht vor einer Infektion. Noch schlimmer: er dürfte wohl der Superspreader für andere Mandatare gewesen sein! Mittlerweile ist sogar noch die Spitzenkandidatin der Steyrer Grünen in Quarantäne, nachdem sie positiv getestet wurde. In den OÖN ruft sie die Steyrer Bevölkerung auf, sich dringend impfen zu lassen, da die niedrige Impfrate ein Problem sei: „Es hilft!“, wird sie zitiert. Diese Aussage ist mehr als fragwürdig, nachdem sie selbst von einem doppelt Geimpften angesteckt wurde. Wie groß der Steyrer Polit-Cluster noch wird, bleibt spannend.

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