Sehr dürftig geben die Behörden zur Zeit Informationen zu den Hintergründen der Bluttat in Laa an der Thaya heraus. Nach einer Zechtour eskalierte eine „Party“ im Garten eines Wohnhauses. Ein so genannter „deutscher Staatsbürger“ prügelte auf eine Frau ein, nach einem Hinauswurf zog er ein Messer. Dabei wurden zwei Personen zum Teil schwer verletzt.

Der Sachverhalt lässt auf einen kulturellen Konflikt um die Ehre schließen. Doch ohne nähere Informationen ist dies nicht abschließend zu beantworten. So habe sich am vergangenen Dienstag eine Zechtour in den Garten eines Privathauses verlagert. Dort gerieten einige Teilnehmer der feuchtfröhlichen Runde in Streit.

31-jährige Frau geprügelt

Ein 53-jähriger Deutscher habe dabei eine 31-jährige Frau beschimpft und wurde dabei auch tätlich. Andere Gäste wollten die Gewalt gegen die Frau nicht hinnehmen und forderten den Schläger dazu auf, das Grundstück zu verlassen. Auf der Straße, es war schon 6.45 Uhr früh, sah der Mann dann Rot und zog ein Messer.

Auf Vater und Sohn eingestochen

Mit seiner Stichwaffe attackierte der „deutsche Staatsbürger“ einen 23-Jährigen und verletzte ihn schwer an Hals und Oberkörper. Ein 56-Jähriger wurde ebenso verletzt, er soll Schnittverletzungen an der Hand erlitten haben. Bei den beiden Verletzten soll es sich um Vater und Sohn handeln. Der Schwerverletzte wurde im Landesklinikum Mistelbach versorgt. Er soll sich inzwischen außer Lebensgefahr befinden.

Verdächtiger leugnet Messerstiche

Kurze Zeit später klickten für den „deutschen Staatsbürger“ die Handschellen. Dieser trug die Tatwaffe, ein Klappmesser, bei sich. Der Verdächtige leugnete aber, damit zugestochen zu haben, obwohl er sich grundsätzlich an einen Streit erinnern kann. Der Mann verblieb in Haft, die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor.