„Bist du so dumm oder tust du nur so?“ – so rüpelhaft begegnet der ehemalige SPOÖ-Obmann Josef Ackerl dem FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr in den Sozialen Medien.

Stein des Anstoßes war der Landesrechnungshobericht des vergangenen Jahres, der umstrittene Förderungen für die finanziell angeschlagene Gemeinde St. Wolfgang ans Licht brachte.

Ursprünglich gab es eine Vereinbarung zwischen Josef Ackerl (SPÖ) und Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP). Ackerl war damals Landeshauptmann-Stellvertreter und zuständig für die Gemeindeaufsicht bei ÖVP-Gemeinden. Sie vereinbarten einen Zahlungsstopp für St. Wolfgang.

Untersuchungsausschuss abgelehnt

Nicht in seiner Funktion in der Gemeindeaufsicht, sondern als Förderrefernt hat Hiegelsberger der angeschlagenen Gemeinde aus der Patsche geholfen. SPÖ und Grüne schäumen, sehen die Abmachung zwischen Hiegelsberger und Ackerl als gebrochen an.

Auch sollen Stellen des Rechnungshofberichtes heraus gestrichen worden sein, in denen es um Zahlungen des jetzigen Gemeinde-Landesrats Hiegelsberger an ÖVP-Gemeinden ging. Zur Aufklärung dieses Falls möchten SPÖ und Grüne einen Untersuchungsausschuss einrichten.

FP-Klubobmann Mahr erteilte dieser Idee einen Korb. Er begründete seine Entscheidung damit, dass zuerst der 270 Seiten starke Abschlussbericht des Landesrechnungshofes durchgegangen werden müsse: „Sollten dann noch Fragen offen sein, könnte man den Rechnungshof mit einer nochmaligen Klärung betrauen.“

Beleidigung auf Facebook

Die Verantwortung sieht Mahr beim ehemaligen SPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Josef Ackerl, denn „es hat immer der zuständige rote Landesrat die schwarzen Gemeinden geprüft und umgekehrt“.

Dies hat wohl zu den unflätigen Bemerkungen des Rüpel-Roten, der schon früher durch seine beleidigenden Kommentare auffiel, geführt. „Sinnerfassend lesen ist nicht seines. Daher eine Frage an ihn: hast du im Schädel nue Heu oder Stroh, bist du so dumm oder tust du nur so?“ ätzte er auf Facebook gegen den FP-Mann.