Neue Studie der Medizinischen Universität Innsbruck belegt längerfristige Immunität nach überstandener Corona-Infektion. Antikörper seien demnach länger nachweisbar. In der jetzigen Studie wird die T-Zellen-Immunität leider nicht erwähnt. Diese kann über Jahre bestehen.

Von Birgit Pühringer

  • neue Studie der MedUni Innsbruck
  • Antikörper länger nachweisbar – Langzeitimmunität
  • Risiko einer Infektion sei für Genesene und Geimpfte gleich

Über ein Jahr nach Beginn der ersten Studie des sogenannten Ischgl-Clusters wurde von der Medizinischen Universität Innsbruck erneut eine Studie veröffentlicht. Diese unterstreicht erneut die Erkenntnis der Langzeitimmunität. Nach wie vor konnten bei den Studienteilnehmern Antikörper nachgewiesen werden. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Infektion sei für Genesene sehr gering.

Infektionsrisiko für Genesene und Geimpfte gleich

Denn: Wer genesen sei, sei auch immun, so der Studienleiter Florian Deisenhammer gegenüber dem ORF Tirol. Dennoch befürwortet der Studienleiter die Impfung auch für Genesene. Das sei sozusagen der „ultimative Schutz“. Im übernächsten Absatz des ORF-Interviews widerspricht sich Deisenhammer aber selbst. Zitat: „Auch für Genesene ohne Impfung liege die Wahrscheinlichkeit des Schutzes vor einer Infektion „in der Größenordnung der besten Schutzimpfungen.“Das Risiko sei demnach für Geimpfte und Genesene gleich.

Unterscheidung: Immunität – Antikörper

Bereits in einer ersten Studie im Dezember 2020 zeigte sich, dass Antikörper monatelang nachgewiesen werden können. Dies deckt sich mit Erkenntnissen aus anderen Studien aus New York, Island, China und sowie einer Erhebung der privaten Donau-Universität Krems in Österreich.

Besonders erwähnenswert ist folgende Erklärung des Studienleiters Florian Deisenhammer zur Immunität und den Antikörpern: Die Immunität bliebe lebenslang bestehen. Dabei spiele die Schwere der Symptome eine geringe Rolle. Auch jene StudienteilnehmerInnen, die nur milde Symptome gehabt hätten, seien nun immun, verwies Deisenhammer auf die Innsbrucker Studie.

Gedächtniszellen speichern lebenslang Daten

Im Artikel auf der Homepage der MedUni Innsbruck wird herausgestellt, dass man „zwischen Immunität und Antikörpern unterscheiden“ müsse. Denn: „Das Virus, wird vom Immunsystem als körperfremd und gefährlich registriert. Daraufhin werden sämtliche typischen Merkmale des Virus, erfasst und gespeichert. Diese Daten speichert der Körper lebenslang in sogenannten ‚Gedächtniszellen'“.

Anders verhalte es sich wiederum mit den Antikörpern: „Wir haben es hier mit einer ganz normalen Immunantwort zu tun, die Antikörper bleiben auch nach einer Coronainfektion grundsätzlich vorhanden, die Messbarkeit könnte jedoch zurückgehen“. Zwar würden die Antikörper mit der Zeit weniger. Bei einem neuerlichen Kontakt mit dem Virus käme es über Vermittlung der Gedächtniszellen zu einer „sehr raschen Aktivierung“:

Weshalb in der neu veröffentlichten Studie keine Rede mehr von der T-Zellen-Immunität ist, bleibt fraglich. Wochenblick bleibt für Sie an diesem Thema dran und wird weiter darüber berichten!

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