Eine neue Studie des renommierten Islamwissenschaftlers Ednan Aslan sorgt für Wirbel. Der Professor für islamische Religionspädagogik an der Uni Wien hat gemeinsam mit dem Religionswissenschaftler Heinz Streib muslimische Asylanten in Graz zu ihren religiösen Einstellungen befragt. Erstaunlich viele Befragte vertreten zum Teil radikale religiöse Ansichten.

Auftraggeber für die Studie war das Integrationsressort der Stadt Graz. „Wir wollten wissen, wer lebt bei uns?“, erklärte dazu Integrationsreferent Kurt Hohensinner (ÖVP).

Islam für viele „höherwertiger“

Die nun vorliegenden Ergebnisse der Studie haben es in indes in sich: Mehr als die Hälfte der Befragten (51,6 Prozent) erachtet den Islam als höherwertiger gegenüber anderen Religionen. 55,2 Prozent glauben sogar an Höllenstrafen für die „Ungläubigen“.

Höllenstrafen im Islam

Der islamische Prophet Mohammed laut den religiösen Schriften die vorbestimmten Höllenqualen: „Es wird manche geben, denen reicht das Feuer bis zu ihren Knöcheln, anderen bis hoch zu ihren Knien, anderen bis hoch zu ihren Taillen und schließlich anderen bis hoch zu ihren Nacken.“

Als derjenige, der die „geringste“ Höllenstrafe erleiden müsse, wird ein Mann beschrieben, dem „glühende Kohle unter den Bogen seines Fußes gelegt wird. Sein Gehirn wird davon kochen.” Auch andere Ergebnisse der Studie legen nahe, dass viele muslimische Asylanten in Graz derartig mittelalterlich anmutende Vorstellungen teilen.

Gewalt gegen Frauen befürwortet

So befürworten 44,2 Prozent der befragten Probanden Gewalt gegen Frauen, die ihren Mann betrügen. Die Hälfte der Befragten hält Homosexualität laut der hier einzusehenden Studie für eine Sünde. Auch Antisemitismus ist unter einigen Asylanten verbreitet: 44,2 Prozent der Befragten erachten die jüdische Religion als schädlich für die Welt. 54,5 Prozent glauben, dass sich Juden um niemanden außer sich selbst kümmern würden.

Auch unter den wenigen weiblichen Asylwerbern herrschen oft radikale Vorstellungen: 44,3 Prozent der befragten Frauen sprechen sich dagegen aus, einem Mann die Hand zu geben.

Migration macht Asylwerber religiöser

In Österreich scheint ihre Religion für die Asylanten eine noch wichtigere Rolle als im Heimatland zu spielen. Fast die Hälfte der Befragten (49,8 Prozent) gab an, Religion spiele im Alltag eine größere Rolle, als dies im Herkunftsland der Fall gewesen sei.

Befragt wurden für die hochbrisante Studie insgesamt 288 Asylwerber. Zwei Drittel von ihnen sind Männer, die unter 30 Jahre alt sind. „Das Grazer Bild ist dominiert von jungen Männern“, betont Aslan.