Südafrika feiert sich als bunte und friedvolle Regenbogennation. Tatsächlich aber explodiert im 58-Millionen-Einwohner-Land die Kriminalität. Vergewaltigungen und Morde zeugen vom rassistischen Hass der Schwarzen auf Weiße.

von Bernadette Conrads

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Die Weißen sind mit neun Prozent der Bevölkerung eine Minderheit. Seit Ende des Apartheid-Regimes 1994 wurden bereits 80.000 von ihnen ermordet. Vor allem weiße Farmer werden zum Opfer brutaler, rassistischer Verbrechen.

Kürzlich starb im kleinen Ort Impendle eine 71-Jährige an einem Herzinfarkt, nachdem man sie unter Androhung von Waffengewalt zwang, die Vergewaltigung ihrer drei Enkel mitanzusehen.

Gefühl der Vogelfreiheit

Das Verbrechen reiht sich in eine Serie ähnlicher Hassverbrechen gegen Weiße ein, die oft mit brutaler Folter einhergehen. Vergewaltigungen stehen an der Tagesordnung – zu einem Gutteil an Kindern.

Eltern müssen mitansehen, wie die Täter ihre Babys in kochendes Wasser werfen, ehe sie selbst langsam zu Tode gefoltert werden. Täglich finden 58 Morde und 122 Sexualdelikte statt  – Tendenz steigend.

Der Touristenmagnet Johannesburg ist längst Mordhauptstadt, und der Kapstädter Bürgermeister Daniel Lato spricht vom kompletten Zusammenbruch des Kampfes gegen die Kriminalität. Weiße sehen kaum Spielraum, dagegen anzukommen. Die kanadische Journalistin Lauren Southern fing die Situation in ihrer Doku „Farmlands“ ein.

Weiße fühlen sich nicht nur von der Regierung im Stich gelassen, sondern haben den Eindruck, im Land, das sie dereinst aufbauten, generell als vogelfrei zu gelten.
Sie müssen sich nach den Erfahrungen der „Apartheid“ zurückhalten, schon beim Ansprechen der Problematik drohen Rassismusvorwürfe – und in der Folge noch mehr Hass und Gewalt.

„Tötet die Buren“

Im Jahr 2013 gründete Julius Malema die Partei „Economic Freedom Fighters“ (EFF). Die selbsterklärten „Freiheitskämpfer“ vertreten wirtschaftlich linksradikale Ansichten und fordern Enteignungen zugunsten eines Panafrikanismus.

Ihre Zielgruppe sind schwarze, junge Männer. Ihr Auftreten ist militaristisch, der Parteichef stilisiert sich als „Oberbefehlshaber“. Vor vier Jahren rief er zur Besetzung des Landes der weißen Farmer auf. Auf Parteiveranstaltungen erklingt das Lied „Tötet die Buren“.

Die für westliche Verhältnisse (noch) undenkbare Brutalität und deren Akzeptanz hat politisch Erfolg: Die rassistische, linksradikale EFF ist drittstärkste Kraft und erfreut sich laufender Zugewinne.

Die weiße Bevölkerung verlässt das Land in Scharen, schon in den ersten zehn Jahren nach Ende der Apartheid floh über eine Million nach Übersee, um der Gewalt und dem drohenden Genozid zu entkommen.

In Europa herrscht trotzdem kaum Sensibilität für das Thema, dort hat stattdessen – speziell seit „Black Lives Matter“ – die Mär des ausschließlich weißen Rassismus Konjunktur.

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