Schreckliche Folgen der Corona-Virus (COVID-19)-Krise in Südkorea: ein Beamter des südkoreanischen Justizministeriums soll sich das Leben genommen haben. Er war offenbar mit seiner neuen Aufgabe überfordert und sprang deshalb von einer Brücke in den Han Fluss.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Wie die „Filipino Times“ unter Berufung auf Arirang-TV und Seoul Economic Daily berichtet, habe der Beamte vom Büro für Notfalls-Sicherheitsplanung in das Justizministerium gewechselt. Dort war er für nationale Notfallsituationen und Krisenmanagement zuständig. Auch der Umgang mit dem jüngsten Anstieg von Corona-Virus-Fällen war, Berichten zufolge, Teil seiner Aufgabe. Kamera-Aufzeichnungen zeigten, dass der Mann auf der Dongjak-Brücke etwa um 9 Uhr morgens aus dem Auto stieg und hinuntersprang.

Der Selbstmord findet am traurigen Höhepunkt der Corona-Krise in Südkorea statt, die sich täglich weiter ausbreitet. Nach aktuellem Stand gibt es in Südkorea nun bereits 1.261 bestätigte Ansteckungen und 12 Tote.

Premier: jeder muss Schutz-Maske bekommen

Premier Moon Jae-in gab jetzt die Anweisung, es müsse genug Schutzmasken für alle Menschen geben und sie müsse für jeden leistbar sein. 3,5 Millionen Masken werden nun täglich an Apotheken, Händler oder Postämter geliefert. 500.000 weitere an medizinische Einrichtungen. Eine Million Masken gehen direkt in die von der Krise am meisten betroffene Stadt Daegu. Der Export der Masken wird strikt reguliert.