südtiroler freiheitliche fpö oberösterreich manfred haimbuchner andreas leiter reber
V.l.n.r.: Andreas Leiter Reber, Landesparteiobmann der Südtiroler Freiheitlichen, FPÖ-Landesparteiobmann und LHStv. Manfred Haimbuchner

Am Freitag hat Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter und Wohnbau-Referent Manfred Haimbuchner (FPÖ) mit dem Obmann der Südtiroler Partei „Die Freiheitlichen“ Andreas Leiter Reber die Ergebnisse eines  gemeinsamen Arbeitsgespräches vorgestellt. Zentrales Thema: Wohnbau und Wohnungspolitik in beiden Regionen. Während Haimbuchner große Erfolge hinsichtlich des sozialen Wohnungsbaues präsentieren konnte, berichtete Reber Schockierendes aus Südtirol!

Denn laut Reber werden Nicht-EU-Bürger bei der Vergabe von gefördertem Wohnbau bevorzugt. Bereits vor einigen Wochen wurden entsprechende Vorwürfe bekannt („Wochenblick“ berichtete).

Werbung

Zweitwohnungen nur für Einheimische

„Die Bevorteilung von Nicht-EU-Bürgern im Bereich des geförderten Wohnbaus, wo das Land die primäre Gesetzgebungskompetenz besitzt, ist sehr bedenklich. Solcherlei soziale Anreize zur Einwanderung nach Südtirol stehen im Widerspruch zum Gedanken des geltenden Autonomiestatutes für Südtirol. Solange die SVP (Südtiroler Regierungspartei, die Redaktion) bei der Zuweisung der WOBI-Wohnungen den Ausländern eine Vorzugsschiene einräumt, sind alle Beiträge zum Thema ‚leistbares Wohnen‘ seitens der SVP und deren Jugendorganisation schlichtweg unglaubwürdig“, betont jetzt Reber.

Der Politiker erklärt zudem zum angespannten Wohnungsmarkt in Südtirol: „Um den Zweitwohnungsmarkt einzudämmen fordern wir Freiheitliche, dass die konventionierten Wohnungen ab sofort und ausschließlich der einheimischen Bevölkerung vorzubehalten sind. Mit einer verpflichtenden Obergrenze für Zweitwohnungen in den Gemeinden soll der Markt eingeschränkt werden.“ Zudem fordert Reber vergünstigten Wohnraum für einheimische Jugendliche für den Zeitraum von fünf bis acht Jahren sowie eine stärkere Förderung von privaten Mietwohnungen in Südtirol.

Persönliche Inflation und Zinsdilemma
Für Häuslebauer hat das Land Oberösterreich ein attraktives Kredit-Angebot auf den Weg gebracht.

Haimbuchner: Wohnen soll in OÖ leistbar sein

Haimbuchner unterstreicht indes, sein Wohnbau-Referat verfolge das Ziel, durch Förderungen das Wohnen in Oberösterreich leistbarer zu machen und die Bürger mit ausreichend qualitativem Wohnraum zu versorgen. Zum aktuellen Wohnbauprogramm erklärt er: „Oberösterreich setzt im Bereich der Wohnbauförderung seit Jahren die Maßstäbe. Dadurch ist unser Bundesland in vielen Bereichen Vorreiter und Vorbild. Die Schaffung von leistbarem Wohnraum ist ein Versprechen an die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher und die Handlungsmaxime jedes einzelnen Mitarbeiters der Abteilung Wohnbauförderung. Das zeigt die vorliegende Leistungsbilanz eindrucksvoll.“

Fixzins-Angebot gefragt

Der freiheitliche Wohnbau-Referent verweist unter anderem auf das auf den Weg gebrachte Fixzins-Darlehen, durch das Häuslebauer langfristig vor Schwankungen am Kapitalmarkt geschützt sind. „Gemeinsam mit der HYPO Oberösterreich haben wir zur Attraktivierung der Eigenheimförderung ein Projekt auf Schiene gebracht, das sich sehen lassen kann“, betont Haimbuchner. Durch das Fixzins-Angebot sei es gelungen, wieder mehr Menschen für den Wohnbau in Oberösterreich zu gewinnen.

Zudem habe man entscheidende Anreize zur Sanierung von Wohnraum gesetzt. Energietechnische Vorgaben seien auf ein vernünftiges, ökonomisch und ökologisch sinnvolles sowie mit Augenmaß gewähltes Niveau festgesetzt worden. Durch das Programm „Junges Wohnen“ habe das Wohnbau-Referat zudem ein bedarfsorientiertes, leistbares und qualitativ hochwertiges Wohnen für junge Oberösterreicher auf den Weg gebracht.