Auch wenn offiziell natürlich noch nicht über die Besetzung von Ministerien gesprochen wird, hinter den Kulissen wird bereits eifrig geplant, wie eine türkis-grüne Koalition aussehen könnte. Die Grünen könnten, darauf deutet alles hin, drei absolute Schlüssel-Ministerien erhalten.

Künftig soll es wohl ein neues „Super-Ministerium“ aus Umwelt- und Infrastruktur geben. Dieses Ressort würde auch das große Klimaministerium der Grünen sein. Deren Bundessprecher Werner Kogler soll indes bereits überlegen, ob er dieses Ministerium selbst führen, oder an seine Nummer zwei, Leonore Gewessler, übergeben wird.

Sozialministerium wird Grün

Übergibt er es, wird Kogler selbst Vizekanzler und könnte die Beamten und Kulturagenden erhalten. Allerdings würden viele Grüne auch gerne eine Frau als Vizekanzlerin sehen. Auch grün werden sollen das Sozial- und das Bildungsministerium.Teile der ÖVP wollen um Letzteres aber noch kämpfen.

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Der oberösterreichische Grünen-Landesrat Rudi Anschober setzt sich vor allem für Asyl-Lehrlinge ein. „Asyl-Rudi“, wie er teilweise genannt wird, könnte die Funktion des Regierungs-Koordinators übernehmen.

Grüner Verteidigungsminister?

Was bereits als quasi fix gilt: Das Sozial- und Gesundheitsministerium wird an die Grünen gehen. Als Regierungskoordinator wünschen sich einige den oberösterreichischen Grün-Landesrat Rudi Anschober. Ob dieser nach Wien wechselt, sei aber derzeit noch offen. Ein harter Kampf scheint bisweilen um das Justizministerium entflammt zu sein. Die Grünen würden das sensible Ressort gerne übernehmen, die ÖVP will ihnen aber lieber das Verteidigungsressort geben. Bundespräsident Alexander Van der Bellen soll sich für den Behalt von Thomas Starlinger als Unabhängigen einsetzen.