In der Steiermark bedrohte ein syrischer Vater seine Tochter (19), weil diese sich weigerte einen Unbekannten zu heiraten.

Rund 200 Zwangsehen gibt es mindestens jedes Jahr in Österreich. Mittlerweile sind auch schon 15-jährige oder auch 13-jährige Mädchen betroffen – und teilweise leben sie schon in zweiter oder dritter Generation in Österreich. Nun muß sich ein 49-jähriger syrischer Asylwerber aus Aleppo vor Gericht verantworten. Er hatte versucht, seine 19-jährige Tochter zu verheiraten. „Jemand hat um deine Hand angehalten“, soll er seiner Tochter erklärt haben. Doch die Tochter hatte keine Lust auf die Ehe, die der Vater vermutlich gegen Brautgeld arrangieren wollte.

„Ich werde dich zerstückeln und in den Müll werfen.“

Daraufhin soll der Vater die Tochter bedroht haben: „Wenn du nicht damit einverstanden bist, werde ich dich töten. Niemand wird davon erfahren. Ich werde dich zerstückeln und in den Müll werfen.“ Die Tochter wußte sich schließlich nicht anders zu helfen und ging zur Polizei. Die Staatsanwaltschaft Graz hat den Syrer nun wegen versuchter schwerer Nötigung angeklagt. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die junge Frau lebt inzwischen an einem geheimen Ort ohne Kontakt zu ihrer Familie.