Wochenblick

Syrer sticht AfD-Mann nieder – Staatsanwaltschaft sieht keinen Haftgrund

In Karlsruhe wurde ein Vermieter von seinem Mieter mit dem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt, als er ihm die fristlose Wohnungskündigung überreichen wollte: Die Berichterstattung in der deutschen Öffentlichkeit ist kaum wahrnehmbar. Dafür gibt es zwei Gründe; erstens: Der Täter ist Syrer. Zweitens: Das Opfer war AfD-Kandidat bei der vergangenen Stadtratswahl und arbeitet für die Partei.

Wenn einer Straftat die Täter-Opfer-Rollenverteilung im Widerspruch steht zur Sympathie bzw. Antipathie der veröffentlichten Meinung, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich das Medieninteresse in engen Grenzen hält. Und genauso widerwillig, wie deutsche Journalisten einen AfDler in der Opferrolle sehen möchten, so abgeneigt sind sie, schon wieder über einen messerschwingenden Syrer berichten. So erklärt sich, dass in Deutschland (mit Ausnahme der sozialen Medien) fast nichts über die Hintergründe dieser Bluttat zu erfahren war, die sich bereits am vergangenen Dienstag ereignete.

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Der mutmaßliche Täter soll polizeibekannt sein. Grund für das Bestreben, den Mann zu kündigen, wäre eine behauptete sexuelle Belästigung gegenüber einer Bewohnerin des Hauses gewesen. Zudem gab es Streit über die Miete. Als der AfD Politiker in Begleitung zweier Personen die Kündigung aussprechen wollte, griff der Migrant zur Waffe und verletzte ihn schwer.

Notoperation nach diversen Verletzungen

Noch immer liegt Alexander Arpaschi, der angegriffene Vermieter, nach der Messeattacke im Krankenhaus. Er musste nach dem Angriff notoperiert werden. Es bestand akute Lebensgefahr. Seine Schlagader im linken Oberarm wurde durchschnitten, der linke Bizepsmuskel teilweise durchtrennt. Am Ringfinger seiner linken Hand wurde das mittlere Fingergelenk ausgekugelt. Hinzu kommen, bedingt durch Arpaschis Abwehrbewegungen, gerissene Bänder, diverse Abschürfungen, blaue Flecken und ein weiterer Schnitt im rechten Unterarm. Arpaschi ist Mitarbeiter des Europaabgeordneten Joachim Kuhs in Brüssel und Strasbourg.

Effiziente Kuscheljustiz

Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass der polizeibekannte Täter längst wieder auf freiem Fuß ist: Angeblich besteht keine Fluchtgefahr. Das Medienportal „goodnews4.de“ versteckt die Berichterstattung hinter der Paywall. Dem Anriss ist zu entnehmen: Die Polizei Karlsruhe soll den Vorfall als „zivilrechtliche Auseinandersetzung“ gewertet haben, wobei nicht klar wird ob damit der Mietrechtsstreit oder der Messerangriff gemeint ist. Der mutmaßliche Täter wurde etwa zur selben Zeit aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen, als Arpaschi nach seiner Not-OP wieder aus der Narkose erwachte. So „effizient“ also schützt die Kuscheljustiz im schwarz-grün regierten Baden-Württemberg ihre Bürger vor Gewalttaten. CDU-Innenminister Thomas Strobl widmet sich unterdessen ganz anderen „Gefährdern“: Er will Quarantänebrecher in geschlossene Anstalten verbringen lassen.