Im Oktober 2018 verübte ein syrischer Asylwerber einen Brandanschlag auf ein Schnellrestaurant. Dabei wurde eine 14-Jährige schwer verletzt. Im Anschluss nahm der so genannte Schutzsuchende in einer Apotheke eine Geisel. Deutsche Polizisten machten von ihren Schusswaffen Gebrauch und beendeten die Situation. Jetzt ist der Täter pflegebedürftig und wird vom Staat rundum versorgt. Die Untersuchungshaft wurde unterbrochen, ein Gerichtsverfahren ist in ferner Zukunft.

Der Vorfall Ende des vergangenen Jahres schlug so große Wellen, dass er sogar einen eigenen Eintrag in der Wikipedia hat. Am 15. Oktober 2018 verübte ein syrischer Einbürgerungswilliger am Kölner Hauptbahnhof einen Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail. Zuvor hatte er Benzin am Boden ausgeschüttet. Bei dem Anschlag am Areal einer McDonalds Filiale wurde ein 14-jähriges Mädchen durch Verbrennungen an den Beinen schwer verletzt.

Molotov, Benzin, Pistole, Kugelbombe…

Während der Aktion war der Täter mit einer Pistole bewaffnet, die sich später als Anscheinswaffe herausstellte. Von der Sprinkleranlage vertrieben, flüchtete der Flüchtling in die benachbarte Apotheke, um dort eine Frau als Geisel zu nehmen. Die Polizei umstellte die Geschäftsräume. Einer Spezialeinheit wurde der Zugriff befohlen. Diese neutralisierte den Angreifer mit einem gezielten Kopfschuss, doch dieser überlebte. Bei den späteren Tatortermittlungen wurden noch mehrere Gaskartuschen und ein Sprengsatz mit Stahlkugeln gefunden. Ein terroristischer Hintergrund wurde zuerst nicht ausgeschlossen.  Eine besondere Radikalität oder Religiosität des Täters konnte bis heute nicht bewiesen werden.

Wegen Behördenversagens im Land

Der Mann hielt sich zunächst illegal in Deutschland auf. Eine fragwürdige Legalität entstand durch Fristversäumnisse der Behörde, welche diese Fehlleistung auch nicht näher erklären konnte oder wollte. Seine Identität wurde aufgrund eines Ausweises festgestellt, den er bei sich trug. Eigentlich hätte er nach dem Dubliner Übereinkommen nach Tschechien verbracht werden müssen, da er zuerst in Prag um Asyl angesucht hatte. In Deutschland war er bereits als Intensivtäter aufgefallen. Seit 2016 waren 13 Ermittlungen wegen Diebstahls, Hausfriedensbruchs und Drogen aktenkundig. Er soll tabletten- und spielsüchtig gewesen sein.

Vollversorgung in Reha-Anstalt

Als der Syrer zwei Monate nach dem Kopfschuss wieder aus dem Koma erwachte, war er ansprechbar. Ein Richter verkündete ihm die Untersuchungshaft. Ein Prozess steht aber in fernere Zukunft, da der Kriminelle nicht verhandlungsfähig ist. Zunächst wurde er in eine Reha-Klink verlegt, wo er seither rundum versorgt wird. Ärzte halten es für denkbar, dass er irgendwann in Zukunft verhandlungsfähig wird.