So bedankt sich ein syrischer Asylant für die Aufnahme im britischen Gastland: Nur wenige Wochen nach seiner Ankunft in London belästigte er massiv über einen Zeitraum von knapp vier Monaten insgesamt sechs Frauen sexuell. Jetzt wurde er zu einer 16-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Der 22-jährige Hasan Alkhabbaz hatte mit seinen Angehörigen durch ein beschleunigtes Verfahren Aufnahme in Großbritannien bekommen, da er und seine Familie angeblich in Syrien furchtbare Qualen erlitten haben.

Am helllichten Tag

Durch das Kriegsgeschehen in Syrien leide er unter posttraumatischen Störungen, gab er an. Beigezogene Psychiater konnten diese Störung nicht bestätigen.

Vom 14. November 2016 bis März 2017 lauerte er insgesamt sechs Frauen in verschiedenen Londoner U-Bahnunterführungen auf. Er verfolgte sie, und griff ihnen an die Brust und zwischen die Beine – all das am helllichten Tag.

Sobald sich die Frauen wehrten oder laut um Hilfe riefen, flüchtete er laut Medienberichten.

Es bereitete ihm Lust

Vor Gericht gab er an, dass ihm die Angst in den Gesichtern seiner Opfer sexuelle Lust bereitete. Alle Opfer sagten, sie würden es nicht mehr wagen, durch U-Bahnunterführungen zu gehen. Sie fühlen sich seither verfolgt.

Schon seit Mai lief ein Verfahren gegen den Syrer wegen eines solchen Zwischenfalls im März. Er war jedoch auf freiem Fuß unter der Auflage, das Land nicht zu verlassen.

Trotzdem verschaffte er sich einen syrischen Pass und versuchte im September über Ägypten in den Sudan fliehen. Am Flughafen Heathrow wurde er festgenommen.