Der erste Landeshauptmann von Salzburg war ein Mühlviertler: Josef Weiß aus Bad Zell. Zur Ehrung des erfolgreichen Sohns der Gemeinde wurde jetzt eine Gedenktafel in seinem Heimatort enthüllt.

Diese Auszeichnung mit einer Erinnerungstafel für einen Bad Zeller, der weit über die Grenzen seines Dorfs, das damals noch Zell bei Zellhof hieß, hinaus bekannt gewesen sei, wie Bürgermeister Hubert Tischler betonte, sei durchaus verdient. Darin ist er sich mit dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer einig, der die 60 Kilogramm schwere Tafel aus Untersberger Marmor mit Musik und mit den Prangerschützen nach Bad Zell brachte, um sie dort gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer zu enthüllen.

Vom Kaiser zum Landeshauptmann berufen

Beim Festakt erinnerte man daran, dass der im Schloss Zellhof geborene Josef Weiß zunächst in die Fußstapfen seines Vaters als Gerichtsbeamter trat und ab 1828 beim Stadt-und Landrecht in Linz arbeitete. In dieser Zeit wurde Salzburg noch von Linz aus verwaltet. Fünf Jahre später übersiedelte er in die Stadt Salzburg, wo Weiß zum Präsidenten des Landgerichts avancierte. Von Kaiser Franz Josef wurde der mittlerweile zum Ritter ernannte Weiß am 31. März 1861 zum Landeshauptmann von Salzburg berufen. Als solcher schuf er die Grundlagen für eine Landesverwaltung. Josef Freiherr von Weiß starb am 13. Jänner 1887 im Alter von 82 Jahren in Salzburg, wo er auch begraben liegt.

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