Das ist die Geschichte der kleinen Lisa, einem entzückenden, strohblonden Mädel aus der Nachbarschaft in Wels. Lisa ist sechs Jahre alt und hat schon den ganzen Sommer über in aufgeregter Vorfreude dem Schulbeginn entgegengefiebert.

Gastkommentar von Bernhard Riegler

Sie weiß natürlich, was sie als Taferlklasslerin erwartet, entstammt sie doch einer Lehrerfamilie. Und zwar einer, das muss man sagen, in Österreich geradezu typischen Pädagogensippe, linksgrün bis ins Mark, möchtegernintellektuell, weitgehend unbelesen, aber dennoch mit einer gewissen Tendenz zu Allwissenheit und Rechthaberei behaftet.
Da war die Aufregung natürlich groß, als die kleine Lisa nach den ersten Schultagen plötzlich als herzzerreißend schluchzendes Häufchen Elend in ihrem Zimmer saß.

Schule als Qual

Was war geschehen? Nach intensivem Nachfragen antwortete das verheulte Kind tieftraurig: „Ich habe niemanden in der Schule, der meine Sprache spricht!“
Peinlich stammelnde, verlegene Betroffenheit bei den Angehörigen. „Das wird sich schon geben, du wirst ganz sicher liebe Kinder kennenlernen. Das dauert halt eine Weile. Das passiert nie gleich am Beginn.“

Floskeln als Trost, das kennt man ja aus dieser Ecke. Weist man diese Menschen darauf hin, dass es die Früchte ihrer eigenen Idio­tie sind, die wir allesamt ernten, nun auch ihr eigener Nachwuchs, starren sie eine ewige, schockierte Gedenkminute wie Mondkälber, um dann mit ihren überholten, grotesken Argumenten loszulegen: Moria usw.

Verbrechen an Kindern

Zwei Tage später wieder das gleiche Drama im Kinderzimmer. Die Fortsetzung der Geschichte: Wirklich hatte sich ein lieber einheimischer Junge gefunden und sich um Lisas Freundschaft bemüht. Beim Ausflug in den Tierpark hatte er sich schüchtern vorgestellt und Lisa an der Hand genommen.

Gemeinsam würden sie ihren Weg gehen und diese Herausforderung schon schaffen! Der Retter! Die Sonne war aufgegangen und alles wieder gut. „Aber dann hat die Frau Lehrerin gesagt, wir dürfen uns nicht an der Hand nehmen und wir müssen Abstand halten wegen der Corona-Seuche!“ Einfach nur traurig …

Wenn sich die obrigkeitshörigen, eher nur mittelgescheiten Mitläufer in der Bevölkerung von einer Bande skrupelloser Politdarsteller und ihrer gekauften Medienmeute ins Bockshorn jagen lassen, so ist das deren Sache. Aber es ist ein Verbrechen an den Kindern, was hier abläuft, und damit wird ein Einschreiten zur Pflicht. Es liegt an uns, den Kräften der Vernunft und der Intelligenz, wie lange wir dem Wahnsinn und der Diktatur weiterhin Tür und Tor offen lassen wollen. Dieser Einsicht muss sich nun langsam jeder stellen, der täglich mit gesenktem Blick und in der Tasche geballter Faust durch dieses Jammertal schreitet.