Ich habe geträumt, ich hätte meinem Musiklehrer vor die Haustüre defäkiert. Daraufhin ist dieser völlig ausgezuckt und zu einem paranoiden Kontrollfreak geworden, der am liebsten das ganze Land überwachen lassen würde. Seltsamer Traum. Muss mit den Ausgangsbeschränkungen und der allgemeinen Corona-Situation zu tun haben. Aufgewacht bin ich dann am Tag 20 der „Zwangspause“. Einem Tag, an dem so einiges klar wurde …

Ein Eintrag ins Tagebuch von René Rabeder

Big Brother is watching you

„Vertrauen bestätigen ist glorreich, Vertrauen missbrauchen ist schändlich.“ Mittlerweile kann sich sicher jeder sehr gut vorstellen, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz diesen Satz bei einer Pressekonferenz in die Kameras seiner von ihm finanziell fürstlich belohnten Propaganda-Medien lächelt. Noch ist dieser Spruch aber nicht von ihm. Mit diesen Worten bewirbt das kommunistische China sein „Social-Credit System“, mit dem es seine Bevölkerung vollumfänglich überwacht. So eine Art digitales Führungszeugnis für die Bürger.

Vertrauen bestätigen ist glorreich, Vertrauen missbrauchen ist schändlich.

Ob Nationalratspräsident und Ex-Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) letzte Nacht von einem solchen System geträumt hat? Könnte man zumindest mutmaßen, kündigte er doch an, dass die „Stopp Corona“-App des Roten Kreuzes in Hinkunft verpflichtend zu installieren wäre. Derzeit würde geprüft, ob man die Bewegungsfreiheit von Menschen einschränken könne, die sich dagegen weigern. Am Abend legte der Kanzler selbst nach und erklärte, dass er auf „Tracking und Containment setzen“ wolle. Weil zwei Millionen Österreicher kein Smartphone besitzen, wird laut Kurz an Schlüsselanhängern mit derselben Funktionalität gearbeitet. Gottlob – ich hatte schon befürchtet, meine smartphonelose Oma wird sich der Kontrolle durch den beschützenden Staat entziehen können. Oder noch schlimmer: meine ältere Nachbarin!

„Meinem Chip dankbar sein“

Übrigens: „Ohne Impfung oder Medikament bleibt die Reisefreiheit eingeschränkt“, erklärte der Kanzler heute auch noch. Wenn die mit uns fertig sind, werden wir zu unserem implantierten Chip auch noch Danke sagen.

Auch unser grüner Gesundheitsminister Rudi Anschober hat sich ein schönes Ei überlegt, das er uns allen zu Ostern ins Nest legen will. Wenn die Polizei den Verdacht hat, dass mehr als fünf haushaltsfremde Personen zu Besuch sind, darf sie ohne Durchsuchungsbefehl nachschauen.
Irgendwann in der Zukunft werden Enkel ihre Großeltern fragen: „Warum habt ihr euch damals nicht gegen das alles gewehrt?“ – Die Antwort wird sein: „Haben wir doch! Wir haben alle Nachbarn sofort bei der Polizei gemeldet, die Besuch von ihrer Familie hatten. Und Opa wurde sogar Blockwart Held des Alltags genannt“!“

Für Ablenkung wird gesorgt

Wer nach dem heutigen Tag noch immer glaubt, es geht bei all diesen Maßnahmen darum, ein Virus einzudämmen, der wird sich bald noch wundern. Wenn dann der erste Abzug vom „Social-Credit“-Konto per Bescheid ins Haus flattert, weil man bei Rot über die Straße gelaufen ist und dabei von einer Kamera mit Gesichtserkennung ertappt worden war. Ja, auch daran bastelt die Regierung schon fleißig.

Aber es gab noch was Positives heute: In einer Pressekonferenz stellte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Samstag Spitzenathleten in Aussicht, bald wieder trainieren zu können. Juhu! „Brot und Spiele“ kommen bald zurück! Dann sind wir alle endlich wieder abgelenkt und die Regierung kann weiter an ihrem Traum arbeiten. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten …“

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