Der 26. Tag  der glorreichen Pandemie-Maßnahmen unserer geliebten Regierung war der Freitag vor dem Osterwochenende. Christen mussten seit Anbeginn ihres Glaubens schon viel ertragen, das wird in diesem Jahr nicht anders werden. Ich widme mich heute der Frage, weshalb Basti wohl doch nicht der Retter ist. Weshalb eine Weltregierung das Ende der Menschheit sein könnte. Und warum es zumeist ein Zeichen größter Dummheit ist, wenn man nicht an sich zweifelt.

Ein Kommentar von Willi Huber

Ich borge mir zu Beginn die Worte der großartigen Autorin Monika Hausammann aus. Sie war es, die erst im vergangenen Jahr in ihrem Buch „Das Attentat“ eine Pandemie zum Zweck der Erreichung politischer Ziele vorweggenommen hat. Am 9. April veröffentlichte sie auf Facebook folgenden Text:

Die Bibel zeichnet sich in ihren Botschaften, Gleichnissen und Erzählungen durch zwei fundamentale Dinge aus: Individualität und Freiwilligkeit. Dabei gibt es einen Kernsatz, der sich nicht nur wie ein roter Faden durch alle Bücher hindurch zieht, sondern der auch das Geheimnis größtmöglicher Freiheit in sich birgt. Er lautet: Fürchte dich nicht. Man findet ihn in dieser und ähnlicher Form weit über hundert Mal.

Das Gebilde, das wir Staat nennen und das sich als Allfürsorger präsentiert, braucht, um seine Macht auszubauen und zu sichern, das genaue Gegenteil: Kollektivierung eines jeden Lebensbereichs und Zwang. Das Mittel, um zu erreichen, dass die Mehrheit der Menschen mitmacht ohne aufzumucken, ist auch in seinem Fall ein Kernsatz. Er lautet: Fürchte dich.

Damit hat Frau Hausammann punktgenau getroffen, was Sebastian Kurz und seine türkise Partie mit uns Österreichern abziehen. Besonders pikant ist die Tatsache, dass gerade die ÖVP jahrzehntelang so getan hat, als wäre sie für die Christen da. Diesmal werden die Christen zu Ostern weggesperrt. Jeder wird als Lebensgefährder beschimpft, der mit seiner Familie oder gar den Großeltern dieses wichtige Freudenfest der Christen feiern will. Denn Kurz will, dass wir uns fürchten. Bekanntlich würde bald jeder von uns jemanden kennen, der an Corona verstorben ist.

Tatsächlich aber fliegt Basti Kurz im Blindflug. Er hat wie sein Team, wie sein Beraterstab und sein Koalitionspartner kaum eine Ahnung, lässt es sich aber nicht anmerken. Man muss schon genau hinsehen, um das zu bemerken, denn seine Message Control und seine PR Maschinerie laufen weiterhin perfekt geölt. Ich möchte heute zwei Dinge ansprechen, die jeden Österreicher zum Nachdenken bringen sollten.

Heilsstory wie Schreckensstory gehen sich zeitlich nicht aus

Erstens behauptet die Kurz-Partie nun, dass das Schlimmste an Österreich vorbeigezogen wäre, weil er so konsequent gehandelt hätte. Das ist natürlich falsch. Die höchsten Kreise waren darüber informiert, dass man in den Tiroler Schigebieten nicht daran denkt, sich wegen eines Virus die Saison verderben zu lassen. Inzwischen wissen wir, dass 57 Prozent aller Infektionen in Österreich auf dieses Totalversagen in Ischgl zurückzuführen sind. Gab es Rücktritte? Natürlich nicht. Man sitzt das aus, wie immer bei der ÖVP.

In Ischgl wurde es bereits im Februar brenzlig. Gehandelt wurde ab dem 15. März, wo die de facto Ausgangssperren erklärt wurden, obwohl es natürlich nie Ausgangssperren geben würde. Das wären ja Fake News. Aber wer „ohne triftigen Grund“ draußen erwischt wird, wird kräftig abgestraft, egal ob es die alleinerziehende Mutter ist oder der lesende Student auf der Parkbank ist. Aber bleiben wir bei diesem 15. März. Eigentlich hätte diese schreckliche Pandemie ja tausende Todesopfer fordern und sich exponentiell vermehren müssen. Und zwar mindestens zwei Wochen lang nach diesem Datum – denn so lange dauert angeblich die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit. Ich sage angeblich, weil auch darüber kaum gesicherte Daten vorliegen, es wurde uns eben so erzählt. Demgemäß wären vor dem 15. März für viele zwei Wochen Zeit gewesen, um die Infektion zu verbreiten. Wer sich um diesen Tag herum infizierte, hätte erst zwei Wochen später krank sein dürfen.

Bastis Fantasiekurve der Infektionen

Es wurde uns aber auch wenige Tage nach Beginn der Maßnahmen erzählt, dass selbige wirken und man das schon an „der Kurve“ sehen würde. Die Kurve, so viel Zeit muss sein, ist ein mathematisches Fantasiegebilde das man mit Fantasiezahlen der angeblich Infizierten befüllt. Wir beim Wochenblick haben es schon vielfach betont: Den meisten Menschen die klare Covid-19 Symptome hatten und sich krank fühlten wurde der Test verweigert. Ein Schelm würde sagen, um die Statistik niedrig zu halten. Deshalb haben wir auch keine realen Zahlen über die Verbreitung des Virus in Österreich, allerorts muss geschätzt werden. Faktum ist aber, dass eben 14 Tage nach Beginn der Maßnahmen kein deutlicher, statistisch relevanter Einbruch in der Kurve stattfand. Im Gegenteil: sie stieg nie bedrohlich an. Die mit Schreckensbildern herbeigeredeten Toten gab es genausowenig wie die überfüllten Krankenhäuser.  Es hätte sie aber eigentlich geben müssen, wäre Corona so gefährlich wie behauptet. Schließlich hatte halb Österreich die Gelegenheit, sich über Tirol-Urlauber ordentlich anzustecken. Es gab zum Glück weder all diese Toten, noch einen Knick in den Fantasiekurven nach zwei Wochen. Aber egal, wir müssen uns weiterfürchten, sagen die da oben. Die ja so g’scheit sind, sie müssen es wissen.

Über diejenigen, die sich hundertprozentig sicher sind

Am 11.4. sagte unser Ohrenwunder zum Kurier, er sei „einfach hundertprozentig sicher„, dass sie das Richtige tun. Vergleichen wir das einmal mit Merkel. Oder dem unseligen Faymann. Auch diese Herrschaften waren ab 2014 sicher, dass sie das Richtige tun – das Wort „alternativlos“ wurde geboren. Jeder von uns hat Lebenserfahrung, manche mehr, manche weniger. Doch jeder kennt Menschen, die zu 100 Prozent sicher sind, das richtige zu tun, sie müssen niemanden fragen, keine anderen Wege überdenken, nicht in der Realität überprüfen ob sie Recht haben. Ich frage Sie, was das für Menschen sind, die zu 100 Prozent sicher sind? In meiner Erfahrung sind es die irrational Dummen. Und das schockiert mich, denn ich hätte Basti bislang für gewitzt und verschlagen gehalten, aber nicht für dumm.

Dumm wären übrigens wir, hat uns der Kanzler jüngst ausrichten lassen, wenn wir seine Geschichten nicht glauben, hinterfragen, anders denken. Er, der vor kurzem seine Meinung mehrfach komplett gedreht hat, aber jedesmal mit hundertprozentiger Überzeugung verkündete, er wüsste die absolute Wahrheit und alles andere wäre lächerlich. Das große Problem im Leben, dass kluge Menschen meist voll von Selbstzweifeln sind. Stets quält sie die Vermutung, sie könnten irren. Weil sie gerne alles genau auf den Prüfstand stellen, kommen sie im Leben oft nicht weiter. Dem gegenüber kommen behaupten sich meist jene, die mit rücksichtsloser Ellbogentechnik erklären, sie hätten die Wahrheit mit dem Löffel gefressen und daneben gäbe es nichts anderes. Ich für meinen Teil mag lieber die Zweifler, durchdenke mit ihnen viele Varianten und bestärke sie darin, dass auf der Basis fundierter Daten auch eine Lösung gefunden werden kann. Oder auch eine andere, wenn sich der erste Weg als falsch erweist. Das ist er nämlich fast immer, wie wiederum wir alle aus unserer Lebenserfahrung wissen.

Warum eine Weltregierung das Ende der Menschheit sein könnte

Was mich für heute zum letzten Punkt bringt, der in den vergangenen Wochen häufig geäußerten Wunsch nach eine Weltregierung. Das Thema ist eng verwandt mit Menschen die zu 100 Prozent alles wissen. Denn eine Weltregierung, ein Weltanführer müsste doch auch garantiert zu 100 Prozent alles am Besten wissen, was für alle Menschen gut wäre. Egal aus welchem Land, egal mit welchem Hintergrund. Das geht nicht, sagen Sie? Das sage ich auch. Eine Weltregierung wäre eher ein sicherer Garant für den Weltuntergang. Das lernen wir aus der Natur. Diese schafft über die Evolution in allen Dingen eine große Vielfalt. Im Katastrophenfall hilft diese Vielfalt beim Überleben, denn Dinge, welche einen Teil des Ganzen gefährden, können von einem anderen Teil gemeistert werden.

Gerade Linke sprechen immer von Vielfalt, meinen aber eine mit Gewalt erzwungene Einfalt – wie es eine Weltregierung wäre. Nehmen Sie den menschlichen Körper. Wenn Einfalt besser wäre, weshalb besteht der Körper nicht nur aus einer einzelnen Zelle? Das geht so lange gut, bis diese Zelle ernsthaft verletzt wird. Dann würde ihre Existenz enden. Im vielzelligen Organismus können Teile zerstört werden, andere Teile reparieren oder ersetzen den Verlust. Erst die Vielfalt die sich zu einem Organismus zusammengefügt hat, ermöglichte das komplexe, intelligente Wesen Mensch, das wir heute sind.

Wir können dieses Beispiel aber auch in der Wirtschaft durchdenken. Was ist besser, wenn alle Handwerksbetriebe eines Landes einem multinationalen Konzern gehören oder kleine, unabhängige Fachbetriebe sind? Geht der Konzern pleite, bedeutet dies das Ende für die gesamte Sparte. Gehen hingegen einige von Tausenden in den Konkurs, ist es für das Gesamtsystem leicht zu verkraften. Das erklärt auch, weshalb Regionalität immer besser ist als die Globalisierung.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest – und fürchten Sie sich nicht.

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