Seit der Corona-Krise werden die Rufe von linker Seite immer lauter, man möge doch die armen Kinder aus den griechischen Asyl-Lagern holen. Gestern war es so weit: die erste Tranche an vermeintlichen ‚hilfsbedürftigen kleinen Mädchen‘ traf in Luxemburg ein. 

Tagebucheintrag von Alfons Kluibenschädl

Nein, der Umstand, dass ich mich seit einem Monat im Corona-Homeoffice befinde, hat mein Gespür für die Jahreszeiten noch nicht durcheinander gewirbelt. Das gilt selbst vor dem Hintergrund, dass einer meiner Brüder als Kleinkind prinzipiell das ganze Jahr lang unter großem Gelächter allen Menschen „fröhliche Ostergrüße“ wünschte. Aber irgendwie weihnachtet es doch auch bei frühlingshaften 20 Grad schon sehr…

Irreleitende Symbolbilder und die nackte Wahrheit…

Denn während Österreich sich noch der göttlichen Ankunft seines türkisen Heilands erfreut, ist man in anderen europäischen Ländern bereits zur Bescherung übergegangen. Denn just wenige Tage nach der Auferstehung Jesu ist das Osterwunder perfekt. Endlich hat man schwerkranke, unbegleitete kleine Mädchen aus der humanitären Hölle auf Lesbos holen können. Dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn man das Beitragsbild des Deutschlandfunk besieht.

Die luxemburgische Original-Quelle wiederum kommt wenigstens nicht umher, die Fakten zu berichten: „Elf der zwölf Kinder, die von den griechischen Inseln kommen, sind Jungen. Das kommt daher, dass die Minderjährigen im Camp zu 93 Prozent Buben sind. Ein großer Teil der zwölf Kinder sind aus Afghanistan“. Das Fotomaterial der Agentur Reuters lässt ebenso keinen Zweifel übrig: Die meisten der versprochenen schwächlichen kleinen Mädchen sind dem Anschein nach mutmaßlich kerngesunde männliche Jugendliche.

Keine kleinen Mädchen im Lumpengewand

Was das Bildmaterial noch aussagt: Die großteils offiziell zwischen elf und 15 Jahren alten Neuankömmlinge haben sich zumindest in der Garderobe bereits an den Westen gewöhnt. Denn bei Ankunft tragen sie nicht irgendwelche Lumpen, ein Junge trägt etwa einen Pulli einer namhaften Kleidungsmarke. Auch so manche Schuhe machen den Eindruck als wären sie zumindest aus nicht-prekären Verhältnissen gespendet worden.

Und ein anderer hat sich überhaupt ein Sweatshirt mit dem netten polizeifeindlichen Kürzel ACAB („all cops are bastards“) zum Sonntagsanzug erkoren. Ein wahrscheinlich ganz netter Bub also, den die Luxemburger hier „geschenkt bekommen“, um es im besten Jargon deutscher Grünen-Politikerinnen zu sagen. Jedenfalls macht kein Ankömmling den Eindruck, es handle sich dabei um die bedürfigsten zwölf Kinder aus überfüllten Lagern.

Die Grünen und die klimagerechte Sterbesteuer…

Apropos Grüne: Die machen auch in Österreich wieder einmal ihrem Anspruch alle Ehre. Nachdem bereits Vizekanzler Kogler eine Erbschaftssteuer vorschlug, die auch jene trifft, welche von ihrem an Corona verstorbenen Opa einen Bauernhof erben, zieht nun seine Infrastrukturministerin nach. Sie will nämlich beinhart die Wirtschaftshilfen für Corona-geschädigte Betriebe an Klimabedingungen knüpfen. Bäm.

Heißt also auf gut deutsch: Derselbe unverhoffte Jungbauer darf nicht nur den Fiskus anfüttern und schauen, wo er seine Erntehelfer herbekommt. Nein, er darf sich vielleicht auch noch erkundigen, ob sein nicht auf Bio-Sprit oder elektrisch fahrender Traktor denn überhaupt die Förderrichtlinien erfüllt. Angesichts solcher Schweinereien im Gewand eines türkis-grünen kann man ja richtig froh sein, dass dort Gewessler und nicht Hofer sitzt…

Kritiklosigkeit bis hin zur Kurz-Absoluten?

Überhaupt beschränkt sich die Kritik weiter Teile der Öffentlichkeit derzeit aufs absolute Minimum. Denn den Aufschrei im Blätterwald, als Kurz de facto verlautbarte, sich nicht darum zu scheren, ob seine Corona-Regeln verfassungskonform wären, vernahm man nur in Flüsterlautstärke. Aber was ist schon ein bisserl Totalitarismus mit Samthandschuhen – immerhin ist’s keine Staatsaffäre wie Rattengedichte oder Liederbücher…

Aber es heißt ja, man soll mit einer positiven Note aufhören. Die gibt’s freilich vor allem dann, wenn Haus- und Hofmedien wie die Krone über die Regierung schreiben. Böse Zungen würden behaupten, noch drei Millionen Steuergeld für das „unabhängige“ Blattl und Kurz würde die derzeit laut Umfragen maximal fehlenden vier Prozent auf die Absolute auch noch machen. Christlich-soziale Alleinherrscher unter vierzig Jahren waren in Österreich ja immer schon ein Grund, sich keine Sorgen zu machen…