Immer wieder klagen Getestete über ein brennendes Gefühl in der Nase, Schluckbeschwerden und gar Kopfschmerzen nach der Durchführung eines Tests. Dass dies mit den Teststäbchen zusammenhängen könnte, glaubt ihnen kaum jemand. Nun hat sich erneut eine Betroffene bei Wochenblick gemeldet. Friederike G. schilderte ihr tagelanges gesundheitliches Martyrium nach einem Stäbchen-Test. Wochenblick berichtete auch bereits über Rückstände des krebserregenden Gifts in Lebensmitteln.

Von Birgit Pühringer

„Ich arbeitete bis vor Kurzem in einer Praxis für Physiotherapie in der Verwaltung. In der Arbeit konnte ich problemlos die sogenannten Spuktests machen. Für einen beruflichen Termin musste ich aber einmal einen Antigen-Test in einer Teststraße durchführen lassen, weil ich eine Bestätigung brauchte. Schon beim Öffnen der Verpackung nahm ich einen außergewöhnlich süßen Geruch wahr.“, ist Friederike G. entsetzt über den sorglosen Umgang mit den Corona-Teststäbchen. „Unmittelbar, nachdem das Teststäbchen meine Nasenschleimhaut berührte, verspürte ich ein seltsam brennendes Gefühl. Ich wusste sofort, dass da etwas nicht passt! Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich ein sogenanntes „Quincke Ödem“!“

Kein Arzt in der Teststraße

Dieses Ödem wird auch als Angioödem bezeichnet. Es ist ein Ödem, bei dem es zu starken Schwellungen an Haut und Schleimhäuten kommt. Von der Teststraße, die sich im selben Gebäude wie ihr ehemaliger Arbeitsplatz befindet, sei Friederike G. zurück in die Physio-Praxis. Dort wurde durch Kühlen die erste Versorgung durchgeführt und so eine geringe Linderung der Schwellung erreicht. In der Teststraße sei nicht einmal ein Arzt anwesend gewesen. „Durch die Kühlung konnte ich zumindest wieder schlucken. Die Nasenschwellung und übelste Zustände hielten über Stunden an. Etwa drei Tage lang konnte ich kaum sprechen, da auch die Stimmbänder stark betroffen waren.“, schildert die Allergikerin äußerst erschüttert.

Ethylenoxid laut Allergie-Ambulanz nicht nachweisbar

Da sie auf verschiedenste Medikamente allergisch reagiere, habe sich Friederike G. zur Abklärung in einer Allergie-Ambulanz testen lassen. Sie wollte über ihre ausgeprägte Reaktion Gewissheit haben. „In der Ambulanz teilte man mir mit, dass dieses Ethylenoxid schwer bis gar nicht nachweisbar ist. Angeblich löst es sich an der Luft auf. So könnte man mir leider keine Bestätigung ausstellen, dass ich auf dieses Sterilisationsmittel allergisch reagiert habe. Jetzt habe ich wirklich große Angst vor solchen Tests. Ich hatte früher bereits zwei allergische Schocks wegen Medikamenten.“, ist die Betroffene hilflos.

Große Angst vor erneuten Tests

„Was ist nun, wenn ich getestet werden muss? Wenn ich beispielsweise ins Krankenhaus eingeliefert werde und etwa nicht ansprechbar bin? Ich bin total verzweifelt. Ich bin nämlich Trägerin eines Herzschrittmachers und habe Probleme damit. Es kommt ab und an vor, dass es mir nicht gut geht oder ich gar notärztlich behandelt werden muss. Ich bin in einer sehr angespannten Situation, da ich nur den Spucktest durchführen und mich damit „freitesten“ kann!“ Friederike G. hat große Sorgen und Zweifel, ob man ihre allergische Reaktion in einer Notsituation richtig einschätzen und dementsprechend auch behandeln würde.

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