Mit einer doch sehr peinlichen Form der Meinungsbildung sorgt die SPÖ derzeit für heftige Reaktionen. Ein roter Funktionär hatte per E-Mail seine Betriebsratsmitglieder aufgefordert, einen vorgefertigten Leserbrief an die „Kronen Zeitung“ zu schicken, mit dem negative Stimmung gegen die türkis-blaue Bundesregierung gemacht werden sollte…

Ein Kommentar von Rene Rabeder

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Völlig ungeniert

„Natürlich checkt die ,Krone‘, dass es sich um eine konzertierte Aktion handelt und wird den Leserbrief nicht öfter abdrucken. Doch es ist auch ein wichtiges Zeichen an die Medien selbst“, schrieb der oberösterreichische Landessekretär der Gewerkschaft „Vida“ in dem Mail weiter völlig ungeniert. Er wolle mit dieser Aktion auf Personalnot in den Krankenhäusern aufmerksam machen.

„Zeigt wie bei der SPÖ gearbeitet wird“

Gleich zu Beginn des Arbeiterkammerwahlkampfes sind für den Landesgeschäftsführer der OÖVP, Wolfgang Hattmannsdorfer, die unlauteren Methoden des Netzwerks SPÖ, AK sowie ÖGB aufgeflogen. „Die Anstiftung zur negativen Stimmungsmache in den Spitälern zeigt auf, wie bei der SPÖ gearbeitet wird“, erklärt er in einer Aussendung.

Mit weiteren Kampagnen ist zu rechnen

Hattmannsdorfer geht davon aus, dass derartige Leserbrief-Aktionen auch andere Medien betreffen könnten. „Vermutlich müssen wir uns im Rahmen der AK-Wahl auf weitere negative Kampagnen seitens der SPÖ einstellen.“