Ja, darf man dies böse Wort überhaupt verwenden, um die manipulative, lückenhafte Berichterstattung der Mainstream-Medien anzukreiden? Oder ist das schon eine Anstiftung zu Bösem?

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

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Geht es nach einer „Extremismusexpertin“, die neuerdings Kolumnen für den „Falter“ schreibt, ist es Letzteres. Völlig wirr spinnt sie einen Zusammenhang zwischen dem Attentat eines Migranten in Amsterdam auf einen Kriminal-Reporter, Attacken auf Journalisten nahe einer Pride-Demo in Tiflis (Georgien) und der etwas brüsken Bitte bei einer Freiheitsdemo in London, sich nach all den Lügen möglichst schleunigst über die Häuser zu hauen.

„Haltungsjournalismus“ versus Objektivität

Die Schuld sucht sie aber nicht bei jenen Wahrheitsverdrehern, die mit ihrem „Haltungsjournalismus“ die Spaltung in der Gesellschaft vorantreiben – sondern bei freien Medien und konservativen Politikern, die Ross und Reiter benennen. Mithilfe „gut organisierter Trollarmeen“ gefährdeten so gerade „diejenigen die Pressefreiheit am meisten, die ihre radikalen Aussagen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit bringen“.

Blühende Phantasie

Einmal davon abgesehen, dass es keinen „Deckmantel der Meinungsfreiheit“ gibt: Wenn sich eine einigermaßen hübsche, aber inhaltlich ahnungslose „Expertin“ (29) hinstellt und ernsthaft erklärt, FPÖ oder „Compact“ wären die Wegbereiter für Racheakte des holländischen Drogenmilieus oder fehlende Akzeptanz „sexueller Vielfalt“ im Kaukasus, wie soll man das nennen? Nur „blühende Fantasie“ zu unterstellen, wäre nämlich locker drei Stufen zu mild.

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