Am Montagabend ist ein dunkler LkW mit polnischem Kennzeichen in eine Menschenmenge in einem Berliner Weihnachtsmarkt gerast. Es gibt neun Tote und mindestens 50 Verletzte, darunter einige Schwerverletzte.

Die Berliner Polizei geht von einem Anschlag aus.

Lkw gestohlen?

Die Horror-Tat ereignete sich am gut besuchten, zentral gelegenen Kurfürstendamm bei Berlin Mitte. Der Lkw-Fahrer raste gegen 20 Uhr laut Augenzeugen auf einer Strecke von bis zu rund 80 Metern in die Menschenmenge. Dabei wurden auch zahlreiche Stände beschädigt.

Der polnische Spediteur, dem der Lkw gehörte, hat sich inzwischen im polnischen Fernsehen geäußert. Demnach ist das Fahrzeug offenbar entführt worden. Jemand müsse es gestohlen haben, es habe praktisch „im Zentrum von Berlin“ gestanden.

Demnach sei der Wagen seinem Fahrer gestohlen wurden. „Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer. Das ist mein Cousin“, betonte der Spediteur hinsichtlich des Fahrers.

Hinweise seit mehreren Tagen

Laut Medieninformationen gibt es bereits seit mehreren Tagen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in der deutschen Hauptstadt.

Der „Islamische Staat“ hatte seine Kämpfer wiederholt dazu aufgerufen, Europäer auch durch Amok-Fahrten zu ermorden.  Aus Wien, Graz und Nizza sind Taten mit ähnlichem Hintergrund bekannt. In Nizza kamen heuer infolge eines islamistischen Lkw-Terroranschlags 84 Menschen ums Leben.

Aktualisierung 23:39 Uhr: Laut neuesten Medieninformationen soll es sich bei dem festgenommenen Verdächtigen nicht um einen Tschetschenen, sondern um einen Pakistani handeln.

Terror erschüttert Berlin: Lkw-Killer offenbar Tschetschene! 1

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