Bei einem Angriff auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mindestens 49 Menschen getötet worden. Zudem wurden nach offiziellen Angaben 48 Menschen mit Schusswunden behandelt, darunter auch Kinder!

Der genaue Ablauf war auch nach Stunden noch unklar. Vermutet wird, dass es mehr als einen Täter gibt. Die Polizei nahm mittlerweile mindestens vier Verdächtige fest.

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Muslime sollen zuhause bleiben

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern stuft den Angriff als Terrorakt ein. „Es ist klar, dass dies nur als terroristische Attacke beschrieben werden kann“, sagte sie am Freitag im Fernsehen und sprach weiters von „der dunkelsten Stunde des Landes“. Aus Sorge vor weiteren Attacken riegelte die Polizei des Pazifikstaats Schulen und andere öffentliche Gebäude stundenlang ab. An die Bevölkerung – insbesondere an Muslime – appellierte sie, zuhause zu bleiben: „Unter keinen Umständen sollte irgendjemand im Land jetzt zu einer Moschee gehen“.

Attacke auf das Freitagsgebet

Nach Augenzeugenberichten begann das Drama gegen 13.45 Uhr (1.45 Uhr MEZ). Ein bewaffneter Mann drang in eine Moschee in der Innenstadt ein, wo sich zur Mittagsstunde mehr als 300 Menschen zum Freitagsgebet versammelt hatten, und schoss mit einer Schnellfeuerwaffe um sich. Zeugen zufolge handelt es sich bei dem Täter um einen weißen Mann, der Helm und kugelsichere Weste trug. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse.

Tat soll gefilmt worden sein

Im Internet kursieren ein angebliches Video der Tat und ein rechtsextremes Manifest, die von dem Täter stammen sollen. Offenbar streamte der Täter, es soll sich um einen 28-jährigen Australier handeln, die Geschehnisse mit einer Helmkamera live auf Facebook.

Die Polizei nahm indes insgesamt vier Verdächtige fest: Drei Männer und eine Frau.

Kanzler von der Tat schockiert

Schockiert von dem Anschlag zeigte sich mitunter auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz: