Weiter Wirbel rund um jenen Asyl-Lehrling, mit dem sich Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen Mitte August öffentlichkeitswirksam in Oberösterreich präsentierten. Wie jetzt die Welser Staatsanwaltschaft bekannt gab, handelt es sich bei dem Asyl-Lehrling nicht um die der Terror-Nähe verdächtige Person. 

Es habe sich „um eine Verwechslung gehandelt“, erklärte Behördensprecherin Birgit Ahammer. Zuvor hatte FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus Anzeige erstattet, da auf Anschobers Facebook-Seite eine andere Person offenbar falsch verlinkt war. Diese steht unter akutem Verdacht, Sympathien für Unterstützer der islamischen Terror-Organisation „Hisbollah“ zu hegen. Der Verfassungsschutz ermittelt.

FPÖ: Verantwortung bei Anschober

„Öffentlich ersichtlich war auf diesem Profil, dass ihm die Liwa Fatemiyoun gefällt – die unter anderem auch als Hisbollah Afghanistans bekannt ist“, betonte bereits der oberösterreichische FPÖ-Landesparteisekretär Erwin Schreiner. Anschober wies schnell die Vorwürfe gegen den Asyl-Lehrling zurück. Gudenus habe „einen völlig wehrlosen jungen Menschen öffentlich angeprangert“.

Die FPÖ sieht die Verantwortung für die falschen Verdächtigungen nun bei Anschober. „Der Grüne Landesrat Anschober hat den besagten Lehrling selbst in Misskredit gebracht, in dem er wochenlang auf seiner Facebook Seite falsch verlinkt war. Damit hat Anschober diese Person selbst mit einem Terror-Liker in Verbindung gebracht. Wir haben die richtige Person angezeigt, auf der Facebook Seite Anschobers wurde die Person mit einem Hisbollah Verehrer falsch verlinkt. Was auf der Seite Anschobers passiert, liegt ganz allein in dessen Zuständigkeitsbereich. Daher ist er für eine etwaige Verwechslung auch alleinig verantwortlich“, erklärte jetzt FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky.

Die Staatsanwaltschaft Wels will bereits diesen Freitag erste Ermittlungsergebnisse präsentieren.