Während der Gemeinderatssitzung stürmte am Mittwoch ein Mann in das Wiener Rathaus und rief Augenzeugen zufolge dabei „Allahu Akbar“. Die Torwache forderte Verstärkung an. Auch die Feuerwehr musste anrücken. Der Mann habe gedroht alles anzuzünden.

Nachdem der 32-Jährige mit dem Fahrrad ankam, habe er dieses niedergeworfen und sei unter „Allahu-Akbar“-Rufen in das Wiener Rathaus gestürmt.
Daraufhin habe er mit Benzin um sich gespritzt und gedroht, alles anzuzünden. Die Feuerwehr rückte – ebenso wie die Polizei – mit beträchtlicher Mannstärke an und machte den Brandbeschleuniger unschädlich. Zu diesem Zeitpunkt fand gerade eine Sitzung des Wiener Gemeinderats im Rathaus statt. Durch das professionelle und rasche Handeln der Torwache, die von der Polizei gestellt wird, wurde niemand verletzt.

Freiheitliche Kritik an SPÖ-Reaktion auf Attacke

Scharfe Kritik an der politischen Reaktion seitens der SPÖ-Bürgermeisterfraktion übte FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf. Dass der rote Mandatar Christian Hursky davon sprach, dass der Angreifer ohnehin kein Feuerzeug bei sich trug, würde eine offenbar islamistisch-terroristische Motivation „skandalös herunterblödeln“. Dieser hätte zudem stattdessen obendrein auf den Koran-Sager von Norbert Hofer abgestellt.

Er kritisierte auch die Integrationsagenden der rot-grünen Stadtregierung: Die SPÖ könne den „Spiegel der Auswüchse ihrer unkontrollierten Zuwanderungspolitik aus dem islamischen Raum nicht ertragen“ und übe sich daher stattdessen „in der Rolle einer infantilen Kindergartentruppe“. Die freiheitliche Fraktion hingegen wolle sich bei der Rathauswache für deren beherzten Einsatz bedanken.

Polizei versprach Informationen im Laufe des Tages

Der Mann selbst konnte noch am Einsatzort festgenommen werden. Die Polizei hat dem Wochenblick zugesagt, noch im Laufe des Tages mehr Infos bezüglich des mutmaßlichen Anschlags zu veröffentlichen. Derzeit würde das Presseteam der Wiener Polizei noch recherchieren, wie und warum es zu dem Vorfall kam.