Über die Prozedur nach falsch-positiven Antigen-Tests kann das Unternehmer-Ehepaar Doris und Günther K. ein Lied singen. Doris K. wandte sich empört an die Wochenblick-Redaktion. Auch in einem Video machte Frau K. ihrem Ärger so richtig Luft.

Eine Reportage von Maria Adler

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„Mein Mann Günther und ich sind Selbstständige, wir betreiben ein Tattoo-Studio in Wien. Da wir körpernahe Dienstleister sind, gehen wir einmal wöchentlich in die Apotheke testen. Es wird mittels Antigen-Test ein Nasenabstrich durchgeführt“, schildert Doris K. Auch führen sie und ihr Gatte zuhause die sogenannten „Wohnzimmertests“ durch, die bisher immer negativ anzeigten.

Ehepaar fiel aus allen Wolken: Plötzlich positiv!

Doch am 16. März fielen die Eheleute, die gemeinsam mit Sohn und Schwiegertochter testen waren, aus allen Wolken. Der Antigen-Test bei Herrn K. zeigte plötzlich ein positives Ergebnis, die anderen drei Familienmitglieder waren negativ. „Wir konnten uns das nicht erklären, dass mein Mann plötzlich positiv war. Der Apotheker meinte, dass das vorkommen könne und auf Grund dessen die Hotline 1450 verständigt und Meldung gemacht werden müsse. Und es werde sich jemand wegen eines PCR-Tests bei uns melden.“

Test und Ergebnis können bis zu 5 Tage dauern

Bei der Hotline 1450 teilte man Frau K. mit, dass ihr Mann und sie sich nun in häusliche Quarantäne zu begeben hätten und in den nächsten 3 Tagen jemand vorbeikomme, um einen PCR-Test durchzuführen. Das Ergebnis würden sie dann nach der Testung innerhalb von 48 Stunden erhalten. Das wären also insgesamt 5 Tage. „Ich war fassungslos, dass das alles so lange dauert. Wie soll man sich das als Selbständiger leisten können? Man verliert doch eine ganze Arbeitswoche und die Einnahmen.“ Ob es auch eine andere Möglichkeit gäbe, um früher einen Test durchführen zu lassen, wollte Frau K. wissen. Sie könne gemeinsam mit ihrem Mann zu einer Teststraße fahren, um dort selbständig einen PCR-Test durchführen zu lassen, was für die beiden die bessere Option gewesen wäre. Da es aber bei der nächstgelegenen Teststraße an der elektronischen Anmeldung scheiterte, entschlossen sie sich schließlich auf eigene Kosten einen PCR-Test durchführen zu lassen.

€ 115,- pro Person für einen PCR-Test!

„Für uns war die einzige Möglichkeit, einen PCR-Test noch am selben Tag zu machen, dass wir uns die Kosten von € 115,- pro Person selbst übernehmen. Wir fuhren bei uns ins Riverside im 23. Bezirk, wo die PCR-Tests durchgeführt werden. Diese werden dann in ein Labor geschickt und innerhalb von gut 5 Stunden erhält man das Ergebnis. Diese Wartezeit ist leichter zu verkraften, so fällt wenigstens nur ein Arbeitstag aus.“ Herr und Frau K. erhielten dann abends jeweils ihr negatives Testergebnis und konnte somit seine Termine die Tage darauf wieder wahrnehmen.

Eine Woche später: Wieder falsch-positiv!

Die Krönung setzt dem Ganzen aber ein erneut positives Test-Ergebnis von Herrn K. eine Woche später auf. Diesen Dienstag spielte sich die ganze Geschichte nochmals so ab. Herr K. ließ dann erneut mittels PCR-Test auf eigene Kosten testen und bekam abermals ein negatives Testergebnis übermittelt. „Ich frage mich schon, was das soll, wenn diese Tests so ungenau sind?“ so Doris K. empört.

Wir können es uns einerseits nicht leisten, aufgrund falsch-positiver Antigen-Test-Ergebnisse tagelang in Quarantäne zu sitzen, bis jemand von der 1450 zum Testen daheim vorbeikommt und dadurch wirtschaftliche Einbußen zu erleiden. Andererseits geht es aber auch finanziell nicht, dass wir jedes Mal privat für einen PCR-Test € 115,- bezahlen, nur um innerhalb von wenigen Stunden das Ergebnis zu haben und unser Studio nicht tagelang schließen zu müssen.“ Für Doris und Günther K. stellt sich auch die Frage, ob die jeweiligen falsch-positiven Antigen-Test-Ergebnisse in die Corona-Statistik als positive Fälle aufgenommen werden, da sich auch von der Hotline 1450 keiner mehr bei ihnen gemeldet habe.

Doris K. sieht die wirtschaftliche Existenz von ihr und ihrem Mann durch die ständigen falsch-positiven Tests bedroht:

 

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