Auch im Finanzsektor gibt es immer größere Veränderungen, sogar die meisten Bank-Manager glauben, dass die „Filialbank des Vertrauens“ ein Auslaufmodell ist. Gleichzeitig steigen die Rohstoff-Preise und die drohende galoppierende Inflation frisst die Ersparnisse der Bürger immer weiter auf. Notenbanken verstärken die Dynamik durch die Überflutung durch massenhaften Gelddruck noch. Doch die Menschen sind nicht machtlos gegen die Folgen dieser großen Umwälzungen. 

Ein Beitrag von diegeldretter.at

Dramatische Veränderungen bei Banken

Eine Meldung des Handelsblatts vom 29.6.2021 lässt aufhorchen: „Manager rechnen mit dem Ende der Bankfilialen bis 2026 – Die Mehrheit der Banker rechnet laut einer aktuellen Umfrage in den nächsten fünf Jahren mit einem Aussterben filialbasierter Geschäftsmodelle. In einer Umfrage unter 305 Bankmanagern weltweit gaben 65 Prozent an, dass sie es für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich halten, dass filialbasierte Geschäftsmodelle in den kommenden fünf Jahren aussterben. Vor vier Jahren lag die Zustimmung zu dieser Aussage lediglich bei 35 Prozent.Die Pandemie hat die Banken gezwungen, auch komplexere und beratungsintensivere Produkte und Angebote, die es zuvor nur in der Filiale gab, digital bereitzustellen.“

Die Zeitung „Der Standard“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 13.7.2021: „Post-Tochter Bank 99 übernimmt Privatkundengeschäft der ING Österreich. 100.000 Kunden sind davon betroffen. Die ING spart sich mit dem Deal hohe Schließungskosten und einen etwaigen Imageverlust. Kunden wie Mitarbeiter können zur Post-Tochter wechseln, die Niederländer hinterlassen keine Baustelle. Der Deal betrifft vor allem Girokonten, Konsum- und Hypothekarkredite sowie Wertpapierveranlagungen. Gratiskonten wie bei der ING wird es bei der Bank 99 aber nicht geben.“

In „trend.at“ vom 22.7.2021 ist zu lesen: „Die französische PNB Paribas steigt knapp sieben Jahre nach Übernahme des Online-Bankers der damals noch unter direktanlage.at firmierenden Hello Bank in Österreich aus. BAWAG wird übernehmen und mit ihrer Online-Bank easybank verschmelzen.“ Solche Meldungen verdeutlichen, wie schwierig die Lage mittlerweile für die Banken geworden ist.

Sprunghafte Teuerung

In Deutschland ist auf „focus.de“ vom 12.7.2021 zu lesen: „Steigende Inflation – Stärkster Anstieg seit 1981: Großhandelspreise klettern zweistellig. Die Inflation läuft weiter: Die Preise im Großhandel sind im Juni im Vergleich zum Vormonat um 10,7 Prozent gestiegen. Einen derartigen Preisanstieg gab es zuletzt bei der zweiten Ölkrise 1981. Auch dieses Mal ist es der Ölpreis, der die Rate treibt – aber nicht ausschließlich.“

In Österreich berichtete „Die Presse“ in ihrer Ausgabe vom 7.6.2021: „Großhandelspreise im Mai um über 10 Prozent gestiegen. Die Großhandelspreise sind im Mai um 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angezogen. Schon im April betrug der Anstieg 8,7 Prozent. Teurer wurden etwa Rohstoffe wie Holz, Eisen oder Gummi, wo es derzeit eine hohe Nachfrage und einen Lieferengpass gibt.“

Die Statistik Austria veröffentlichte am 7.7.2021: „Für Juni 2021 betrug der Index der Großhandelspreise (GHPI 2020) nach vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria 110,2 Punkte. Verglichen mit dem Ergebnis des Vorjahresmonats Juni 2020 entspricht das einem Anstieg von 11,2 %; gegenüber dem Vormonat Mai 2021 erhöhte sich der Index um 1,4 %. Somit lässt sich weiterhin eine steigende Preisdynamik im Bereich des Großhandels beobachten.“

Das Problem: Die Inflation frisst die Ersparnisse auf

Österreich ist immer noch ein Land der Sparbuchsparer. Die Ersparnisse werden zum allergrößten Teil in Bargeld und Sichteinlagen gehalten und unterliegen somit einem ständigen Kaufkraftverlust. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Inflation, ein zentraler Faktor ist das Tempo mit dem das Geld zirkuliert. Während der letzten Zeit ging dieses stark zurück und bremst momentan noch die enorme Teuerung. Allerdings kann die Inflation sehr rasch in die Höhe schießen.

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank Prof.Dr. Thomas Mayer stellt die Funktionsweise der Inflation in der Ausgabe 48 vom 20.11.2019 der Zeitschrift „Focus Money“ mit einem treffenden Vergleich dar: „Die Inflation funktioniert wie eine Ketchupflasche: Sie drehen die Flasche um und hauen drauf, erst kommt nichts und auf einmal die halbe Flasche. Momentan hauen die Notenbanken gewaltig auf die Flasche.“ – lesen Sie dazu den Artikel zu manipulierten Inflationszahen.

Die Lösung

Wenn durch die enorme Geldflut der Notenbanken verursachte wirtschaftliche Krisen und Zeiten stark steigender Inflation vor der Tür stehen, gilt es rechtzeitig entsprechenden Vermögensschutz zur Vermeidung von Wertverlusten vorzusehen. Die Geschichte lehrt uns, dass die Inflation einer Ausweitung der Geldmenge folgt.

Für Anleger heißt es, ihr Portfolio so umzuschichten, dass vermehrt Vermögenswerte mit eingebautem Inflationsschutz aufgebaut werden, die auch in Krisen ihren Wert behalten. Das bedeutet also, einen Großteil der Sichteinlagen und Finanztitel in geeignete physische Sachwerte umwandeln. Als Nebenbedingung gilt, sowohl eine Strategie zur Renditeerzielung als auch eine Strategie zur Vermögensabsicherung zu verfolgen.

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