Freunde treffen und lachen sehen: In Mississippi und Texas herrscht Normalität.

Die republikanisch regierten US-Bundesstaaten Texas und Mississippi kündigten Anfang der Woche die Aufhebung der Maskenpflicht und eine 100%ige Öffnung der Geschäfte an. Man müsse wieder zur Normalität zurückkehren, sagten die zuständigen Gouverneure. US-Präsident Joe Biden kritisierte das als „großen Fehler“ und als „Denke von Neandertalern“

Von Kornelia Kirchweger

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Es geht auch ohne Lockdown

In den zwei US-Bundesstaaten South Dakota und Florida gab es seit Beginn der Pandemie überhaupt keine Lockdowns oder andere Einschränkungen. Die Demokraten kritisierten das massiv. South Dakota hat in den letzten 30 Tagen weniger Covid-19-Fälle pro Million Einwohner gehabt als die von Demokraten regierten Bundesstaaten Kalifornien, New York, New Jersey und Pennsylvania, wo es die strengsten Lockdowns gab.

Texas setzt auf Bürger-Verantwortung

Aus Texas und Mississippi hieß es: Covid-19 sei zwar nicht verschwunden aber angesichts der Genesenen, Impfungen und sinkenden Spitalsaufenthalte seien Staatseingriffe nicht mehr nötig. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, stellte klar: Hygienegrundsätze bleiben, doch jeder solle für die eigene Sicherheit und die der anderen verantwortlich sein. Unternehmen und Familien bestimmen wieder ihr eigenes Schicksal.

Fast 2,5 Millionen Texaner haben sich laut Labortests von Covid-19 erholt. Laut Gesundheitsbehörde liegt die tatsächliche Zahl der Genesungen beim Vier- bis Fünffachen jener die offiziell positiv getestet und wieder gesundet sind. Mathematisch bedeute dies, dass sich über 10 Millionen Texaner von Covid erholten und damit zeigten, dass sie die Krankheit überwinden können, sagte Abbott. Texas hat fast 29 Millionen Einwohner. Sollte die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäuser unverhältnismäßig steigen, können Bezirksrichter geeignete Maßnahmen ergreifen.

Mississippi: aus für Bevormundung

Tate Reeves, der Gouverneur von Mississippi, ist ähnlicher Meinung. Er twitterte: „Es ist Zeit. Die Zahl der Fälle in den Krankenhäusern ist gesunken, Impfungen werden zügig verteilt.“ Die Maskenpflicht endete am Mittwoch und gilt vorläufig bis Ende März. Jeder könne selbst entscheiden, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Die Lockerung bringe dem Staat mehr Arbeitsplätze und Wirtschaftserholung. Die bisherigen Verordnungen, die in das Leben der Menschen eingriffen, seien das Schlimmste aber auch das einzig mögliche gewesen. Man setzte jetzt auf die Impfung, die harte Hand der Regierung sei nicht mehr nötig.

Connecticut zieht nach

Ned Lamont, der Gouverneur von Connecticut (Demokraten), geht zögerlicher vor. Die Maskenpflicht bleibt aber die Kapazitätsgrenzen in den meisten Geschäften und Veranstaltungsräumen inklusive Kirchen werden aufgehoben. In Restaurants dürfen bis zu 8 Personen an einem Tisch sitzen. 25 Personen dürfen sich im Inneren von Privathäusern treffen, draußen 100 Menschen. Bei kommerziellen Veranstaltungsorten 100 Personen innen und 200 Personen im Freien. Reisehinweise des Staates sind ab jetzt nur mehr Empfehlungen.

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