Ein Schiff wird kommen – und nicht nur den Traum von Bürgermeister Andreas Stockinger (ÖVP) erfüllen. Denn womit in seiner Gemeinde Thalheim bei Wels schon seit einigen Jahren geliebäugelt wurde, das scheint nun endlich Realität zu werden.

Von Kurt Guggenbichler

Große Vorfreude

„Hier in etwa wird der Liegeplatz sein“, sagt Andreas Stockinger und zeigt auf dem historischen Ortsgemälde in seinem Bürgermeister-Büro in etwa auf jenem Platz am Traunufer, an dem das künftige Trauungsschiff vertäut werden soll: Circa 100 Meter östlich vom Trodat-Steg, gleich hinter der Hauptschule.

„Ich freue mich schon sehr drauf“, sagt Stockinger und seiner Kenntnis nach tut das auch die Bevölkerung seiner Gemeinde. Denn „oben“ wird das Schiff seinen Worten zufolge eine Außenstelle des Standesamtes mit Trauungssaal sein „und unten“ ein Tages-Café, das zur Einkehr verlocken dürfte.

Schiffsangebote liegen vor

Damit werde das südliche Thalheimer Traunufer auf der gegenüberliegenden Seite von Wels noch attraktiver werden. Die für die Schiffsverankerung notwendigen Genehmigungen des Landes habe Stockinger schon in der Tasche, der Gemeinderatsbeschluss solle bald folgen.

Auch einige Schiffsangebote liegen schon vor, die verlockendsten davon kämen aus Ungarn. Dort gebe es einen großen Markt, weiß Stockinger, der sich zum gegebenen Zeitpunkt mit dem Gemeindevorstand zum Schiffskauf nach Budapest begeben will.

Bis 2020 fertig

Hochgerechnete 400.000 Euro wird das Unternehmen kosten, der größte Teil davon wird von der EU finanziert. „Bis 2020 soll und muss alles fertig sein“, betont Stockinger und fügt lachend hinzu: „Am 1. Jänner 2021 kannst du schon auf unserem Schiff heiraten.“

In Thalheim habe man schon einige Jahre über dieses Projekt geredet, doch jetzt scheint es endlich wirklich ernst damit zu werden.