Ein Fischer hat angeblich einen Hecht mit Lebendköder in einem Schongebiet gefangen.  Dieser Fall beschäftigte nun die obersten Richter des Landes OÖ!

Dem Mann wurde vorgeworfen im Schongebiet der Mühlheimer Ache einen imposanten Hecht aus dem Wasser gezogen zu haben. In erster Instanz wurde er sogar zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt!

Nachweis gefordert!

Diese Strafe war dem Mann zu hoch – er trug den Fall eine Instanz höher. Zu seiner Verteidigung gab der Mann an, dass man nicht nachweisen könne, dass er den Fisch in der Mühlheimer Ache gefangen habe. Für einen Flussabschnitt weiter unten hat der Mann eine gültige Fischerlizenz.

Lebendiges Köder-Fischlein

Die Richter des Oberlandesgerichtes sahen die Schuld des Täters aber bereits durch das Bezirksgericht Ried als ausreichend bewiesen an. Es lagen Videobeweise und Zeugenaussagen gegen den Mann sowie ein Privatgutachten vor.

Zur Hecht-Jagd soll der Mann einen Lebendköder verwendet haben, also einen kleinen Fisch, den er bei lebendigem Leib als Köder am Angelhaken zappeln ließ. Das ist Tierquälerei und streng verboten!

960 Euro Geldstrafe

Auch eine sogenannte Legeangel verwendete der Mann. Darunter versteht man im Angler-Jargon eine einfache Angel, bei der lediglich eine Schnur an einem kleinen Stück Holz oder ähnlichen befestigt wird. Eine solche Fangvorrichtung lässt sich im Ufergebüsch leicht verstecken und wird von Wilderern verwendet!

Das Urteil wurde nun in eine unbedingte Geldstrafe von 960 Euro umgewandelt.