Immer grausamer werden die Fälle von Tierquälerei. Vor allem Katzen wurden in diesem Jahr häufig Opfer bestialischer Gewalt durch unliebsame Menschen. Die FPÖ sagt der Tierquälerei den Kampf an. Sie brachte im oberösterreichischen Landtag einen Antrag auf härtere Strafen für Tierquäler ein und fordert höhere Haftstrafen.

Dieses Jahr wurden gleich mehrere Samtpfoten in der Steiermark und Oberösterreich gehäutet vorgefunden. Einige von ihnen überlebten die Qualen nicht. Und erst im April wurde Katze Nora von einer „Männergruppe“ als Fußball missbraucht und dabei brutal getötet. Sollten die Tierquäler gefunden werden, so erwarten sie lediglich geringe Strafen. Auf Initiative der oberösterreichischen FPÖ soll sich das nun ändern.

Tierquälerei: „Vorstufe zur Gewalt an Menschen“

Klubobmann Herwig Mahr (FPÖ), brachte kürzlich im oberösterreichischen Landtagsausschuss einen Antrag auf härtere Sanktionen bei schweren Fällen von Tierquälerei und Tierfolter ein. Mahr: „Die Hemmschwelle hinsichtlich der Gewalt an Tieren ist oft nur die Vorstufe für Gewalt an Menschen“.

Bund soll Umsetzung schaffen

Die anderen Fraktionen hätten bisher Unterstützung signalisiert, freut sich Mahr. Er erhofft sich jetzt, dass man gemeinsam die Bundespolitik für den freiheitlichen Vorstoß bis Ende des Jahres „zur Umsetzung dieser wichtigen Angelegenheit“ bewegen könne.

Geringe Freiheitsstrafen und oft nur Diversion

Derzeit ist Tierfolter mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe bedroht, nicht anders als minderschwere Fälle von Tierquälerei (§§ 222 StGB). Dieser relativ gering bemessene Strafrahmen bedeutet, dass derartige Fälle oft durch Diversion erledigt oder nur sehr niedrige, bedingte Freiheitsstrafen verhängt werden, die bisweilen nicht einmal im Strafregister aufscheinen.

FPÖ: 6 Monate Freiheitsstrafe das Mindeste

Das Strafmaß in Österreichs Nachbarländern sei wesentlich höher. Deswegen solle Österreich ein „klares Bekenntnis zum Tierschutz“ ablegen und eine Mindeststrafandrohung von 6 Monaten Freiheitsstrafe verankern, findet Herwig Mahr.
Wenn es nach Oberösterreichs Freiheitlichen geht, soll auch die Obergrenze im Strafmaß für Tierquälerei von zwei auf mindestens drei Jahre erhöht werden.