Ganz Großbritannien ist in Trauer! Der aufgrund seines Hanges, nie ein Blatt vor den Mund zu nehmen, verstarb der beim Volk beliebte Prinz Philip im biblischen Alter von 99 Jahren. Über sieben Jahrzehnte lang stand er treu an der Seite seiner berühmten Gattin Königin Elisabeth II. – aber definitiv nicht in ihrem Schatten. Seit Freitag ist es traurige Gewissheit: Der Herzog von Edinburgh hat die Welt der Lebenden verlassen. 

Wo immer er auch hinging und den Mund aufmachte: Ein Fettnäpfchen war nie weit. So sehr es manchen Weltverbesserer entsetzte, wenn er wieder einmal etwas politisch unkorrektes sagte, das nicht ins sonst so starre Protokoll passte, umso mehr feierte ihn das Volk. Und es kamen in all den Jahren wirklich einige legendäre Zitate zusammen. Die ganze Welt bekundete ihr Beileid nach dem Verlust eines Mannes der alten Schule. Am 10. Juni wäre er hundert Jahre alt geworden.

Bei Impfung wollte er Vorbild für sein Volk sein

Und mit Sicherheit glaubte der rüstige Prinz noch bis zuletzt, das Jahrhundert voll zu bekommen. Und so ließ er sich – gemeinsam mit seiner königlichen Gattin – Anfang Jänner auf die erste Corona-Teilimpfung ein. Nach dem britischen Impfplan dürfte er etwa sechs Wochen später seine zweite Impfung erhalten haben. Diesen Schritt machte das Paar auch, um seinem Volk als Vorbild zu dienen, es ihnen gleichzutun. 

Wirklich genießen konnte Prinz Philip die Zeit danach allerdings nicht mehr. Denn schon Mitte Februar – also wohl nur Tage nach der zweiten Impfgabe – musste er ins Spital und verblieb dort wochenlang. Wie Wochenblick berichtete, verdichteten sich schon damals die Anzeichen, dass es schlecht um die Gesundheit des Prinzen stehen würde. Erst nach Wochen konnte er Mitte März endlich wieder nach Hause gehen.

Was bedeutet Philips Tod für die Impf-Kampagne?

Der Aufenthalt hatte nach Angaben des Königshauses nichts mit dem Coronavirus zu tun. Und mit 99 Jahren konnte er fürwahr ein langes und erfülltes Leben führen. Dennoch kommt sein Ableben zumindest im Hinblick auf die Impfkampagne zur Unzeit – befeuert es doch die Argumente gleich zweier kritischer Gruppen.

Jene, welche an der Sicherheit der eilig entwickelten Vakzine zweifeln, könnten in der zeitlichen Nähe zur Impfung ein Indiz sehen, dass es sich womöglich um keinen Zufall handle. Und jene, die auf eine baldige Durchimpfung auch jüngerer Altersgruppen hoffen, könnten den Sinn, fast hundertjährige Personen womöglich wenige Wochen vor dem Tod zuerst zu impfen, hinterfragen. 

Österreich: Portisch-Werbevideo für Impfung gelöscht

In Österreich verstarb erst vor wenigen Tagen mit Starjournalist Hugo Portisch (†94) ein wichtiges Testimonial der heimischen Impfkampagne, der ebenfalls bereits zwei Dosen verabreicht bekommen hatte. Während ganz Österreich um den „Erklärer der Nation“ trauerte, löschte man beim Kanzleramt klammheimlich den Spot, in dem er für die Corona-Impfung warb… 

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