In der öffentlichen Debatte um Sex-Attacken wird gern argumentiert, Täter aus arabischen Ländern würden unser europäisches Frauenbild kaum kennen. Deshalb müssten sie erst über die europäischen Regeln im Umgang mit dem schönen Geschlecht aufgeklärt werden – beispielsweise durch Bade-Hinweisschilder.

Doch sexuelle Belästigungen und Vergewaltigung werden auch in islamischen Ländern geahndet. „In Syrien gab es  Schwimmbäder extra für Männer und Familienbäder. Zutritt zu den Familienbädern haben Männer alleine keinen, es sei denn, sie waren für ihren guten Leumund bekannt oder sie haben sich dort mit befreundeten Familien getroffen“, erklärt die Publizistin Laila Mirzo, die selbst aus Syrien kommt, gegenüber „Wochenblick“.

Prügel für Grapscher in Syrien

In Syrien hätten Sex-Grapscher oft ein niedriges Ansehen: So gäbe es nicht selten eine Tracht Prügel, „bis er schwört, nie wieder eine Frau zu belästigen.“ In Saudi-Arabien droht Vergewaltigern mitunter sogar die Todesstrafe, die auch mit dem Schwert vollzogen werden kann. Vor allem das islamische Recht, die Scharia, spielt bei der Bestrafung von Sex-Gangstern in arabischen Ländern wie Syrien eine maßgebliche Rolle.

In Saudi-Arabien droht die Enthauptung

Demnach droht – sofern die Vergewaltigung nachgewiesen werden kann, was Frauen oft sehr erschwert wird – den Tätern mitunter die Steinigung, häufig auch 100 Peitschenhiebe! In Pakistan wurden 6 Männer 2002 wegen Vergewaltigung zum Tode verurteilt. Mirzo ist sich sicher: „Hier scheinen viele arabische Männer diese Regeln einfach vergessen zu haben. Aber das ist keine Unwissenheit oder ein kulturelles Missverständnis, das ist eine bewusste Überschreitung der Regeln, ein Machtspiel, ein Provozieren und Erniedrigen der westlichen Frau und damit des ‚ungläubigen’ Mannes.“

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