Nachdem sich der Millionär Jeffrey Epstein letztes Jahr unter zweifelhaften Umständen im Gefängnis das Leben genommen haben soll, wurde jetzt auch seine „beste Freundin“ Ghislaine Maxwell verhaftet. Sie gilt als eine der Haupttäterinnen in der Epstein-Causa.

Epstein habe gemeinsam mit seiner besten Freundin, Ghislaine Maxwell, ein Schneeballsystem für die Prostitution und den Missbrauch Minderjährgier errichtet. Die Netflix-Serie „Filthy Rich“ beschreibt das System und lässt Opfer zu Wort kommen. Demnach wurden überwiegend minderjährige Mädchen dazu motiviert, Schulkolleginnen und Freundinnen in das Prostitutionsnetzwerk des Millionärs zu bringen. Sie wurden oftmals mit der Finanzierung ihrer Ausbildung geködert und mussten dafür Epstein sowie dessen einflussreichen Freunden sexuell zu Diensten stehen. Auch Maxwell soll sich an derartigen Missbrauchsorgien beteiligt haben.

Epstein didn’t kill himself

Epsteins Suizid ist höchst umstritten. Er verfügte über beste Kontakte zu einflussreichen Personen, wie zum Beispiel zum britischen Prinzen Andrew oder dem Ehepaar Clinton. Viele Verschwörungstheorien gehen davon aus, dass er mit diesem Wissen nicht weiterleben durfte. Tatsächlich sind die Umstände seines Todes dubios, so fielen währenddessen „zufällig“ die Überwachungskameras aus. Mainstream-Medien bringen auch gerne alte Fotos, die Epstein und Donald Trump zeigen, verschweigen aber, dass dieser mit Epstein seit 2004 keinen Kontakt mehr pflegte. Insider behaupten, dass Trump zu jener Zeit von den Volieben des Milliardärs erfuhr und erbost jeden Kontakt abbrach. Dass die Strafverfolgung Epsteins und Maxwells gerade in die Amtszeit Trumps fällt, lässt diese Darstellung plausibel erscheinen.

Weltweit kritisierten Internet-Nutzer die Darstellung vom kolportierten Suizid des mutmaßlichen Sexualstraftäters. Die Nachricht „Epstein didn’t kill himself“ ging vergangenen August in sämtlichen sozialen Netzwerken viral und hält sich bis heute.

Maxwell war lange untergetaucht

Lange galt Maxwell als untergetaucht. Immer wieder geisterten Sensationsmeldungen durch die Regenbogenpresse, sie wäre in verschiedenen Städten in unterschiedlichsten Ländern gesichtet worden. Sehr weit dürfte sie trotz ihrer internationalen Kontakte in die High Society nicht gekommen sein, das FBI nahm sie am 2. Juli in Bedford, New Hampshire in einem Haus fest, das sie mit einer Million Dollar in bar gekauft hatte.

Was wird ihr vorgeworfen?

Konkret wird Maxwell in sechs Fällen beschuldigt, Dritten Minderjährige zugeführt zu haben, damit diese sich sexuell an ihnen vergehen können. In drei Fällen wird ihr vorgeworfen, sich selbst an den Taten beteiligt zu haben. Tatsächlich soll sie jahrzehntelang führend am Kinderschänder-Ring Epsteins beteiligt gewesen sein.

Bei ihrer Verhaftung verfügte Maxwell über 15 Bankkonten mit insgesamt 20 Millionen US-Dollar. Außerdem soll sie Britische, Französische und Amerikanische Reisepapiere besessen haben. Ob es sich um legale Dokumente handelte, wurde nicht bekannt.

Maxwell stammt aus einem bekannten Haus, ihr Vater war Ian Robert Maxwell (Ján Ludvík Hyman Binyamin Hoch), ein britischer Verleger, Unternehmer und sozialistischer Politiker (Labour Party) jüdisch-ukrainischer Herkunft. Maxwell verschwand 1991 von seiner Luxusyacht und wurde tot im Meer vor Teneriffa aufgefunden. Ghislaine Maxwell war am fraglichen Tag mit an Bord des Schiffes, das ihren Namen trug. Sie behauptet bis heute, dass ihr Vater an jenem Tag ermordet wurde. Sein Konzern war zu diesem Zeitpunkt mit 3,354 Milliarden Euro verschuldet, er hatte Bilanzen gefälscht und den Pensionsfons der Mitarbeiter veruntreut.

Wenn Reiche weltweit Kinder missbrauchen demonstriert niemand

In sozialen Medien wird immer wieder die Frage gestellt, was Menschen weltweit dazu motiviert, wegen des Todes eines notorischen Schwerverbrechers auf die Straße zu gehen – wenn aber offensichtlich von den Reichen dieser Welt organisierter Kindesmissbrauch in sehr vielen Fällen begangen wird, demonstriert kein niemand. Vielleicht wäre eine „All Lives Matter“ Bewegung wirklich um einiges wichtiger für die Menschheit.