Der Wirbel rund um den torkelnden EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zieht immer weitere Kreise: Vor kurzem hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen (VdB) die an Juncker gerichtete Rücktrittsaufforderung des FPÖ-Generalsekretärs Harald Vilimsky kritisiert. Jetzt meldet sich auch Stratosphären-Bezwinger Felix Baumgartner zu Wort!

Baumgartner sieht hinsichtlich des Alko-Rausch-Verdachts bei Juncker „akuten Aufklärungsbedarf“. Zugleich übt er scharfe Kritik an Van der Bellen. Der offiziell überparteiliche Bundespräsident und ehemalige Grünen-Chef hatte erklärt, Vilimskys Rücktrittsforderungen sowie die darauf nicht reagierende Regierung schadeten dem Ansehen Österreichs. „Das Ansehen Österreichs haben Sie bereits schwer geschädigt, Herr VdB“, antwortet All-Felix jetzt mit Nachdruck!

Vilimskys Kritik berechtigt

Baumgartner verweist auf eine heftig umstrittene Äußerung von Van der Bellen, die dieser 2017 getätigt und damit europaweit für Empörung gesorgt hatte: „Und wenn das so weitergeht, bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“ Nach diesen Worten wurden „unzählige Rücktrittsforderungen“ gegen VdB laut.

Der Verdacht, dass Juncker auf dem wichtigen NATO-Gipfel völlig betrunken gewesen sei, sei keineswegs unberechtigt. All-Felix lobt in diesem Zusammenhang auch die Wortmeldungen von Vilimsky.

Ischias-Erklärung „keinesfalls zufriedenstellend“

„Wenn ein Jean-Claude Juncker, immerhin EU-Kommissionspräsident, angeblich betrunken auf einem EU-Gipfel erscheint, dann sehe ich hier akuten Aufklärungsbedarf. Dieser beginnt damit, dass man das Problem anspricht, wie es Harald Vilimsky getan hat und damit verbunden Jean-Claude Juncker Rede und Antwort stehen muss. Die Mitteilung von Junckers Presseabteilung über einen angeblichen Autounfall verbunden mit Spätfolgen am Ischiasnerv ist keinesfalls zufriedenstellend“, unterstreicht All-Felix!

All-Felix fordert ärztliches Gutachten

Die Vorwürfe gegen Juncker müssten jetzt geklärt werden. „Wo bleibt hier der investigative Journalismus? Warum geht kein einziger Journalist der Sache nach? Wann war dieser Unfall und was ist damals genau passiert? War Juncker damals betrunken als der Unfall geschehen ist? Und was steht in der Krankenakte von Jean-Claude Juncker der angeblich 3 Wochen im Koma lag?“, fragt sich unser All-Felix.

„Wenn Vorwürfe, wie die von Harald Vilimsky im Raum stehen, dann müssen diese restlos aus der Welt geschafft werden. Ein unabhängiges ärztliches Gutachten über Junckers Gesundheitszustand ist hier umgehend einzufordern. Immerhin ist Jean-Claude Junker der mächtigste Mann in der europäischen Union und somit seinem Amt verpflichtet“, fordert Baumgartner.

Juncker: „Kleinkram“

„Ich werde auch weiter ehrlich sagen, was ich mir denke. Und wer recht hat, werden die Wähler kommendes Jahr bei der EU-Wahl entscheiden!“, antwortete indes Vilimsky auf die Vorwürfe von VdB. Der zweite FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker warf dem Bundespräsidenten Einseitigkeit vor. VdB solle die „grüne Sommerbrille“ abnehmen und zur „notwendigen Ausgewogenheit“ zurückkehren.

Juncker scheint über die Kritik des FPÖ-Generalsekretärs zu schmunzeln. „Auf Euren Kleinkram lach ich“, antwortete er auf eine entsprechende Frage in Brüssel. Er habe bei dem NATO-Gipfel Ischias-Probleme sowie Krämpfe in den Beinen gehabt. Zugleich sei er erstaunt, wie groß das Interesse an dieser vorgeblichen Randfrage ist. Ob mit diesen knappen Worten die Debatte beendet ist, darf freilich bezweifelt werden.