Studien zufolge erhöhen Schlafprobleme das Risiko für einen Berufsunfall um 63 Prozent. Die Übermüdung der Mitarbeiter kostet alleine in Deutschland 60 Milliarden Euro pro Jahr.

Deshalb fordert Prof. Ingo Fietze (57), oberster Schlafmediziner der Berliner Charité-Klinik: „Büro-Nickerchen müssen erlaubt sein!“ Schlafmangel sei eine ernsthafte Bedrohung für die Menschen und die gesamte Gesellschaft.


Berufsgruppen mit hoher Verantwortung

„Die übermüdeten Menschen machen Fehler, bauen Unfälle, treffen die falschen Entscheidungen und schaden sich selbst“, betont Fietze. Das gelte vor allem für Berufsgruppen mit hoher Verantwortung wie etwa Politiker, Polizisten Lehrer, Richter und Fluglotsen, so der Mediziner, der den menschlichen Schlafrhythmus seit Jahren erforscht.

In den letzten zehn Jahren sank die durchschnittliche Schlafdauer auf 6 Stunden und 54 Minuten.