In seiner Autobiographie „Auf der Suche nach der Wahrheit“ behandelt Hans-Werner Sinn u.a. seine Herkunft, seine frühen Jahre, seine Studienzeit und seine Wandlung vom sozialistischen Ideologen zum Ökonomen. Wissenschaftlich weist er nach, dass die derzeitigen Einwanderer eine Gesellschaft mehr kosten als sie bringen.

Eine Rezension von Kornelia Kirchweger

Die Eurokrise

Er bezieht Stellung zur deutschen Wiedervereinigung, die dem damaligen Kanzler Helmut Kohl mit der Auflage gewährt wurde, die alten deutschen Ostgebiete und die D-Mark zugunsten des Euro, aufzugeben. Auch die dunklen Seiten der Geschichte Deutschlands sind ein Thema.

Die „Schatten der Vergangenheit“ belasteten ihn zeitlebens, wie ihn auch die „Schuldfrage“ selbst in großen Zwiespalt stürzte. Neben interessanten Analysen zur Markt- und Planwirtschaft, findet man bei Sinn auch Kapitel wie die Verteilung des Wohlstandes und die Verantwortung in Bezug auf Klima, Umwelt und Energie.

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Sozialsysteme massiv gefährdet

Sinn beschreibt die Folgen der Euro- und Migrationskrise und stellt sich die Frage: wo bleibt mein Europa? Nicht nur der Euro, sondern die ganze EU sei wegen waghalsiger Politikentscheidungen heute gefährdet.

Reform der EU gefordert

Der Brexit sei eine Folge davon. Sinn ist nicht gegen die EU, betrachtet aber Reformen als unumgänglich für ihren Fortbestand. Brüssel solle etwa weniger Einfluss im wirtschaftlichen Bereich haben und die Euro-Vergemeinschaftungen zurücknehmen. Außenpolitisch und militärisch hingegen sollte sie gestärkt werden.

Der Brexit sei auch die Folge der starren EU-Position bei den Regeln für die Aufnahme von Migranten in das Sozialsystem des Landes: Jeder müsse einreisen dürfen und bei Arbeitsaufnahme nach fünf Jahren alle Sozialansprüche haben, wie Einheimische. London wollte längere Übergangsregeln, was jedoch abgelehnt wurde.

Vertuschte Migrations-Kosten

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