Inflationsrate Venezuela 2020: unfassbare 2.355,15 Prozent. Und Argentinien ist mit 42,02 Prozent auch nicht ohne. Blick nach Europa: Dort bastelt die EZB (Europäische Zentralbank) euphorisch am Krypto-Euro und Digitalwährungskonten für Jedermann. Wie, Sie wollen kein Bankkonto bei der EZB? Nur nicht den Kopf zerbrechen, denn wenn’s so weit ist, werden Sie nicht mal gefragt!

Gastbeitrag von Heinz Lackner

Vertrauen Sie einfach den säuselnden Worten von Banken- und Fintech-Experten Niels Beier: „Wenn die EZB direkt digitales Geld an die Bürger ausgeben würde, könnte das für mehr Sicherheit sorgen. Weil die kann nun mal nicht pleitegehen.“ Da halten wir es lieber mit den Worten von Industriemagnat, Multimillionär und – nach heutigem Maßstab – Verschwörungstheoretiker Henry Ford: „Wenn die Leute das gegenwärtige Bank- und Geldsystem verstünden, würde es vermutlich noch eine Revolution vor morgen früh geben.“

Wer „verschwört“, hat mehr vom Leben

Die wahren Aluhut-Träger sind jene, die noch immer sklavisch ans Geldsystem glauben: Das lässt sich daraus wohl ableiten. Mit gutem Grund: Schließlich hat ein 80-jähriger Österreicher, Stand jetzt, bereits vier Währungsreformen am Buckel. Vom Schilling zur Reichsmark, zurück zum Schilling, nun der Euro. Und Reform Nummer 5 – das digitale Geld – scharrt schon in den Startlöchern. Der Pferdefuß dabei: Davor gibt’s immer eine Krise, herbe Verluste für alle inklusive.

Straßenzüge zum Schnäppchenpreis

Verluste für alle? Na ja, zumindest für alle, die auf Papiergeld schwören. Die Gewinner von Krisen – und ja, solche gibt’s immer – decken sich im Vorfeld (also dann, wenn Krisengeheul massenmedial noch als „Verschwörungsgejammer“ gilt) gern mal mit Sachwerten ein. Sie kaufen quasi antizyklisch, wie der Insider zu sagen pflegt. So sitzt etwa die US-Großbank JP Morgan auf einem riesigen Berg von mehreren hundert Millionen Unzen Silber (entspricht einer Weltjahresproduktion!), zum Billigpreis angekauft in den letzten Jahren. Warum? Weil auch 1945 nach Ende des Zweiten Weltkriegs einige Unzen Silber reichten, um ganze Straßenzüge zu kaufen. Im Übrigen der Startschuss einiger, bis heute steinreicher Dynastien …

Silber: Das Schutzschild in der Krise

Schön und gut, aber für JP Morgan ist’s einfach: Die sitzen an der Quelle. An der sitzt aber ein jeder. Ein jeder, der sich mit Alexander Hofmann in Verbindung setzt, Vorstand der SMH (Schweizerische Metallhandels AG Deutschland), jenem Unternehmen, das 2009 den Metallmarkt auch für „Otto Normalverbraucher“ öffnete. „Ohne Metalle kein modernes Leben. Vor allem strategische Metalle gewinnen durch neue Technologien in Bereichen wie Photovoltaik, Wasseraufbereitung und E-Mobilität mehr und mehr an Bedeutung. Silber wiederum ist gegenwärtig noch ums rund 70-fache unterbewertet und nicht zuletzt deshalb ein absoluter Geheimtipp“, so Hofmann. Deckt sich übrigens mit Aussagen Hans Bockers, einer zu Lebzeiten international anerkannten Koryphäe in Finanzmarkt-Fragen. Er warnte schon 2016 vorm drohenden Bargeldverbot, bezeichnete es als „ultimatives Verbrechen an der Menschheit“ und riet dazu, sich sein eigenes Körpergewicht in Silber zu kaufen. Bockers Credo: „Das bringt dich durch die größte Depression“.

Was lernen wir daraus? Was JP Morgan kann, können wir schon lange. Wird allenfalls für schwer Übergewichtige sehr teuer …

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