Tja, das sind wohl die Gäule mit der guten Gexi Tostmann durchgegangen. In einem Zeitungsinterview versuchte sich die Trachten­erzeugerin vom Attersee als Frau auf der „richtigen Seite“ des Lebens zu präsentieren, indem sie feststellte: „Die Tracht gehört auch uns – und nicht nur dem Heinz-Christian Strache und dem Andreas Gabalier.“

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

No na! Wie kommt sie eigentlich auf die Idee, dass dies anders sein sollte? Weil die Tracht zu einem Symbol der Politik geworden sei, wogegen sie auch nichts hätte, wie sie anmerkte.

Im selben Atemzug aber stellte sie auch fest, dass die Tracht nicht ins „rechte Eck“ gedrängt werden dürfe. Aber wenn sie doch von den Linken nicht so gern getragen wird?
Die Tracht könne nichts dafür, wenn sie politisch missbraucht werde, zitierte Gexi ihre Mutter.

Aha! Wenn also Rechte Tracht tragen, handelt es sich um politischen Missbrauch, bei Linken jedoch ist es ein Ausdruck der Heimatliebe und Volksverbundenheit? Ich weiß schon: Tostmann als Trachtenfan wollte es vermeiden, ins rechte Eck gerückt zu werden.

Mit ihrer Tracht politisch instrumentalisiert und ins türkis-grüne Eck gestellt zu werden, machte ihr weniger aus. Denn was antwortete Tostmann, als sie gefragt wurde, wie sie zu einer türkis-grün-pinken Kombination stünde? Diese müsse „auf keinen Fall billig sein.“ Selbstverständlich bezog sie sich mit diese Aussage nur auf die schöne Altausseer Tracht …