Nach dem Ende der härtesten Lockdown-Maßnahmen kämpft die Gastronomie weiterhin mit der Rückkehr der Gäste. Der Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein fordert daher nun Maßnahmen, um diese in der Landeshauptstadt anzukurbeln.

Hein blickt dabei vor allem nach Wels. In der von seinem blauen Parteikollegen Andreas Rabl geführten Stadt gibt es bis Ende September spezielle Themenwochen mit musikalischen Auftritten und einen Treuepass für die örtlichen Wirtshäuser. Dabei werden etwa regionale Erzeugnisse unterstützt. Durch ‚Urlaubwochen‘ mit Spezialitäten aus anderen Ländern kann man auch das Flair entfallender Auslandsreisen aufsaugen.

Hein empfiehlt Gastro-Treuepass auch für Linz

In Linz hingegen gebe es derartige Angebote noch nicht: „Weder der Wirtschaftsreferent noch der Tourismus setzen gerade in dieser Zeit die dringend notwendigen Akzente, um die Linzer Gastronomie zu stützen“, so Hein, der in der Landeshauptstadt auch als Infrastrukturreferent fungiert. Er fragt sich daher: „Warum kann Linz nicht das, was Wels kann?“

Hein malt eine Variante aus, womit Linzer etwa nach dem neunten Besuch des Lokals seiner Wahl das zehnte Mal kostenlos konsumieren können. Ein solcher Treuepass sei „nachhaltig und finanzierbar“. Die Kosten und Bewerbung sollten demnach der Tourismusverband und die Stadt übernehmen. Themenwochen könnten man gemeinsam mit den Gastronomen erarbeiten.

Auch andere Branchen sollen profitieren

Durch seinen Impuls erhofft sich der FPÖ-Stadtparteichef auch einen Werbewert der Stadt in anderen Gebieten. „Wenn es uns gelingt, mehr Menschen in die Stadt zu bekommen, profitiert nicht nur die Gastronomie, sondern auch andere Branchen wie beispielsweise der Handel“, so die Überlegung von Hein. Seine Fraktion will daher in der anstehenden Gemeinderatssitzung einen dahingehenden Antrag einbringen.