Immer wieder gibt es Hinweise durch Leser, dass in Traiskirchen wieder vermehrt Migranten ankommen. Während der Bürger einsperrt wird, reisen Andere also um die halbe Welt um hierzulande um Asyl anzusuchen.

Während die Grenzen für Österreicher und Reisende wegen Corona geschlossen sind, nimmt der Zahl der illegal nach Österreich einreisenden Migranten wieder deutlich zu. Ab der Mitte des dritten Quartals stiegen die Zahlen der Asylanträge im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich an. Im August waren 21,72 Prozent mehr zu verzeichnen, im September 29,22 Prozent, im Oktober gar 44,96 Prozent und im November noch immer stolze 37,99 Prozent mehr als 2019. Daher verwundert es auch nicht, dass den „Wochenblick“ regelmäßig Leserzuschriften erreichen, die von einem regen Migranten-Transportverkehr – vornehmlich mit Bussen – in der Erstaufnahmestelle Ost in Traiskirchen berichten.

Stetiger Strom illegaler Zuwanderer

Unverständnis wird in den Zuschriften an den „Wochenblick“ geäußert, dass die Bevölkerung von ihrer eigenen Regierung eingesperrt wird und selbst ein einfacher Ausflug in eines der Nachbarländer nicht mehr möglich ist, ohne kontrolliert und gegebenenfalls in Quarantäne geschickt zu werden, während reihenweise illegale Zuwanderer die Grenzen überschreiten. Ob es nicht sinnvoller wäre, statt die eigenen Bürger zu schikanieren einen funktionierenden und wirkungsvollen Grenzschutz aufzubauen um die illegale Migration einzudämmen, fragen sich dabei nicht wenige Österreicher. Die Regierung versucht allerdings die Mär der geschlossenen Balkanroute, die Bundeskanzler Sebastian Kurz gern als einen seiner Erfolge verbucht, aufrechtzuerhalten. Dabei genügt jedoch eine kurze Recherche, das von der Regierung gezeichnete Bild eines wirkungsvollen Grenzschutzes ins wanken zu bringen. Auch Wochenblick berichtet regelmäßig über Schlepperbanden und Schleuser (siehe hier, hier, hier, hier, hier oder hier).

Mangelhafte Transparenz unter Türkis-Grün

Anfragen zur Belegung in Traiskirchen wurden nicht bzw. nur mangelhaft beantwortet. Lediglich das Bundesministerium für Inneres (BMI) geruhte nach rund 24 Stunden eine Antwort zu senden. Allerdings war die Beantwortung der Fragen teilweise mangelhaft. So wurde auf die Frage nach der Entwicklung der Belegungszahlen in den letzten Wochen pauschal mit den derzeitigen absoluten Zahlen geantwortet, eine Vergleichbarkeit also verunmöglicht – die unter Türkis-Grün vielgepriesene Transparenz sieht anders aus. Ausführlicher war allerdings die Antwort bezüglich der Corona-Maßnahmen für Migranten. So werden laut Angaben des BMI alle Asylantragsteller auf Corona getestet. Tests finden zudem auch bei jeder Überstellungen in eine andere Betreuungseinrichtung statt. So erfolgten seit Juni 2020 bis zum Stichtag 13. 01. 2021 bereits rund 19.200 Testungen. Dass es da dennoch teilweise an der Überwachung der Neuankömmlinge von Seiten des Bundes oder der Länder mangelt, zeigte Ende letzten Jahres der Fall eines Afghanen, der trotz positiven Tests quer durch Österreich reiste.