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Der vor zwei Monaten veröffentlichte Landesrechnungshof-Bericht zeigte eine Grenzwertüberschreitung bei CO2-Emissionen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Umwelt-Landesrat Anschober (Grüne) möchte jetzt durch ein Maßnahmenprogramm die Grenzwerte trotzdem bis 2020 erreichen.

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Nachrüstungen bei Auto-Hardware gefordert

Laut Anschober würde es ohne den „Diesel-Skandal“ keine Grenzwertüberschreitung geben. Der Jahresmittelwert würde dann etwa 17 Prozent unter dem Grenzwert liegen. Der reale Mittelwert liegt mit 46 ca. 15 Prozent über dem Grenzwert von 46 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Einige Autohersteller – vorrangig VW – hatten zugegeben, die Abgaswerte ihrer Dieselautos manipuliert zu haben. Gestern wurde auch bekannt, dass der Autokonzern Daimler wegen wegen solcher „Tricks“ 774.000 Dieselfahrzeuge zur Nachprogrammierung zurückrufen muss.

Konkret will Anschober, dass Nachrüstungen an der Auto-Hardware in Gebieten der Grenzüberschreitung vorgeschrieben werden: „Dies wären außer Linz noch Salzburg, Wien und Graz“, so der Umwelt-Landesrat.

Dienstwagen-Affäre? Harte Vorwürfe gegen Linzer Grünen-Stadträtin!
Grüne im Clinch? Während Rudi Anschober auf härteres Vorgehen gegen Diesel-Belastung pocht, gönnt sich Schobesberger eine Diesel-Limousine mit Chauffeur.

Grünen-Politikerin lässt sich im Diesel chauffieren

Kommenden Donnerstag soll ein Gespräch stattfinden, bei dem
konkreten Maßnahmen zur Abgas-Reduktion für die Stadt Linz  erarbeitet werden sollen. Kritiker meinen indes, dass die Grünen in Bezug auf ihre Umweltpositionen „Wasser predigen, aber Wein trinken“ würden.

Denn während Anschober fordert, dass die Politik und die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion übernehmen sollen und das Land wie in Niederösterreich auf Elektrofahrzeuge umsteigen soll, fährt die Linzer Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger seit zehn Jahren mit einer steuerzahlerfinanzierte Diesel-Limousine munter durch die Gegend – wohlgemerkt mit Chauffeur („Wochenblick“ berichtete).

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Netz sauer über „grüne Doppelmoral“

Wütende Netz-Nutzer zeigen sich über diese teils gelebte Doppelmoral besonders sauer. So meint etwa Margarethe H., die Grünen würden „großes Predigen“, aber „gegenteilig handeln“:

Helga G. meint gar, die Grünen würden dem „Volk eine Zwangsjacke aufdrücken wollen“:

Grüne als „Verbotspartei“

Und Stefan S. stört sich an den „Verboten bei der einheimischen Bevölkerung“:

rudi anschober