Obwohl die Hersteller der Corona-Vakzine Rekordgewinne einfahren, werden die Preise für die mRNA-Corona-Impfungen massiv erhöht. Die mit Steuergeld entwickelten Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sind durch Patente geschützt und dadurch eine wahre Goldgrube. Die Preiserhöhungen verstärken die Umverteilung des Reichtums von armen Menschen hin zu den allerreichsten.

  • Preiserhöhung bei Moderna und BioNTech/Pfizer
  • Neue Pharma-Milliardäre durch Corona
  • Impfhersteller machen Rekordgewinne dank Patentschutz
  • Bestrebungen, die Patente auszusetzen, werden seitens der EU blockiert
  • US-Milliardäre dank Corona um 60% reicher

Von Christoph Uhlmann

Erst kürzlich hat der Wochenblick darüber berichtet, dass die Corona-Krise auch große Gewinner hervorgebracht hat. Unter den Führungskräften von Pharmaunternehmen wurden einige zu Milliardären. An der Spitze der Liste steht der Moderna-CEO Stéphane Bancel mit 4,3 Milliarden Dollar, dicht gefolgt von Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von BioNTech, mit 4 Milliarden Dollar. Zusammengenommen kommen die 9 neuen Corona-Pharma-Milliardäre auf ein Vermögen von satten 19,3 Mrd. Dollar. Kaum verwunderlich, dass auch die reichsten Deutschen aus der Pharma-Ecke kommen. Die Strüngmann-Brüder besitzen knapp die Hälfte (47%) von BioNTech und damit ein Vermögen bei derzeitigem Aktienkurs von 42,3 Mrd. Euro. Steigt der Kurs weiter, dann sind sie auch einzeln genommen reicher als die Aldi-Erben.

Preiserhöhung um bis zu 25%

Das scheint den Herren aber nicht genug zu sein. Sie wollen die Preise für die Impfstoffe erhöhen. Die beiden mRNA-Impfhersteller Moderna und BioNTech/Pfizer haben ihre Preise mit der EU neu ausverhandelt. So soll eine Dosis des Pfizer-Serums um rund 25% mehr, also statt 15,50 Euro künftig 19,50 Euro kosten, und der Preis des Impfstoffes von Moderna wird von 19 Euro auf 21,50 Euro erhöht. Das entspricht einer Preiserhöhung von über 13%.

Impfhersteller mit Rekordgewinnen

Diese Preissteigerung kommt in einer Zeit, in der diese Pharmakonzerne Rekordumsätze verzeichnen. BioNTech hat allein im 2. Quartal 2021 einen Rekordgewinn von unfassbaren 2,8 Mrd. Euro erzielt und rechnet mit einem Jahresumsatz von 80 Mrd. Dollar. Moderna kommt im gleichen Zeitraum ebenfalls auf 2,8 Mrd. und rechnet mit einem Jahresumsatz von 20 Mrd. Dollar. Die Entwicklung der mRNA-Impfstoffe wurde zum größten Teil mit öffentlichen Geldern finanziert. Der Steuerzahler darf also nicht nur die überzogenen Preise der Hersteller bezahlen, sondern hat auch die Entwicklung finanziert. Insgesamt sollen 93 Milliarden Euro an Steuergeldern dafür aufgewendet worden sein.

Hohe Preise dank Patentschutz – den die EU verteidigt

Die extremen Preise sind deswegen möglich, weil die Impfstoffe patentrechtlich auf 20 Jahre geschützt sind und die Pharmariesen alles daran setzen, diesen Patentschutz durch die Welthandelsorganisation (WTO) weiter aufrechtzuerhalten. Die Forderung vieler Schwellenländer, allen voran Indien und Südafrika, die Patente für Impfungen und Medikamente gegen Corona auszusetzen, stößt aber bei der EU auf taube Ohren und wird blockiert. Aus diesem Grund ist das Geschäft mit den aus öffentlichen Geldern finanzierten Impfstoffen wohl weiterhin das einträglichste, wie es Bill Gates schon einmal in einem Interview erklärte: Eine Mrd. investieren und 20 wieder zurückbekommen.

Kaum Impfstoff für ärmere Länder

Ein Bericht von „The People’s Vaccine“ zeigt, dass 90% der mRNA-Impfstoffe in reiche Länder geliefert wurden. Bis zum 24-Fachen der möglichen Produktionskosten haben Moderna und BioNTech/Pfizer dafür verlangt. Die ärmeren Länder gingen also praktisch leer aus. Handelt man so, wenn es einem um die Gesundheit geht? Angenommen, die mRNA-Spritzen würden gegen Corona helfen, wäre es nicht eine moralische Verpflichtung, diese Länder damit zu versorgen?

Die größte Umverteilungsaktion der Geschichte

Ist ein solches Vorgehen nicht ein Beweis dafür, dass es nicht um die Gesundheit, sondern einzig um die größte Umverteilungsaktion der Geschichte von arm zu reich geht? Die US-Milliardäre gemeinsam genommen konnten ihr Vermögen während Corona um 60% steigern – von 2,9 auf unvorstellbare 4,7 Billionen Dollar, wie Wochenblick berichtete. Im selben Zeitraum haben rund 83 Millionen Amerikaner ihren Arbeitsplatz verloren.

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