Dass ausgerechnet das Multikulti-Vorzeigeland keine Migranten aus Moria aufnehmen will, sorgt für einiges Aufsehen. 

In den letzten Tagen spitzt sich in mehreren Ländern die Debatte um eine Verteilung der bis zu 13.000 Migranten aus dem – mutmaßlich aufgrund eines von Insassen desselben gelegten Feuers – völlig niederbrannten Migranten-Lagers Moria auf Lesbos zu. Während die deutsche Politik einer Aufnahme aufgeschlossen gegenübersteht, ist nach Dänemark mit Schweden ein zweites nordeuropäisches Land gegen noch weitere Asyl-Zuwanderung.

Schweden kämpft mit Kriminalität von Einwanderern

Dies berichtet die Krone am Dienstag unter Berufung auf diplomatische Kreise. Demnach stehe das Thema auch bei der ersten Parlamentsdebatte nach der Sommerpause nicht einmal auf der Agenda. Viel zentraler ist dabei die Explosion der Bandenkriminalität in den vergangenen Wochen.

Auch sonst kam es in den vergangenen Monaten zu teils brutalen Verbrechen unter Beteiligung von Migranten. In einem Stockholmer Vorort folterten und vergewaltigten ein Iraner und ein Araber zwei jugendliche Buben eine ganze Nacht lang auf einem Friedhof – Wochenblick berichtete über die unfassbare Tat.

Migranten-Unruhen erschütterten Schweden

Überhand nahm die angespannte Sicherheitslage dann, als das Video einer Koranverbrennung in einem Einwandererviertel in Malmö an die Öffentlichkeit geriet. In der Folge entzündeten sich Unruhen unter reger Beteiligung von Migranten im skandinavischen Land. Das Problem wurde so groß, dass auch die Mitte-Links-Regierung nicht länger wegsehen kann.

Und plötzlich setzt auch der sozialdemokratische Premierminister Stefan Lövfen auf eine konsequente Linie in der Migrationsfrage. Schon im Bezug auf die Randale in Schwedens Städten machte er mangelnde Integration von Zuwanderern verantwortlich. Er will das Migrationsrecht verschärfen – für die mitregierenden Grünen ein rotes Tuch.

Innenminister will lieber auf Hilfe vor Ort setzen

Im Bezug auf die humanitäre Lage in Griechenland will Schweden – das noch vor Deutschland und Österreich am Höhepunkt der Asylkrise die meisten Migranten pro Kopf aufnahm – anstatt auf Verteilung lieber auf Hilfe vor Ort setzen.

Innenminister Mikael Damberg sprach davon, dass man Zelte, Decken, Schlafsäcke und Campingküchen in Richtung Lesbos schicken will. Zudem will die schwedische Regierung dafür sorgen, dass 1.000 Migranten dort ein „Dach über dem Kopf“ bekommen.