Nach 27 gemeinsamen Jahren steht Bill und Melinda Gates‘ Ehe vor dem Aus. Ihre „Philanthropen“-Organisation wollen die beiden aber weiterhin gemeinsam betreiben.

Ehe „unwiederbringlich kaputt“

In einem Statement auf Twitter gaben Bill (65) und Melinda (56) Gates an, nicht länger daran zu glauben, „als Paar zusammen weiterwachsen [zu] können in dieser kommenden Phase unseres Lebens“. In den Scheidungspapieren, die am 3. Mai bei Gericht eingegangen waren, bittet Melinda um Auflösung der Ehe, da diese „unwiederbringlich kaputt“ sei. Eine Unterhaltszahlung werde „nicht benötigt“, so gebe es eine Trennungsvereinbarung statt eines Ehevertrages, wie Berichte besagen. Im April nächsten Jahres soll das Noch-Ehepaar zum Scheidungstermin vor Gericht erscheinen.

Bill & Melinda – ihre gemeinsame Story

Das nunmehrige Ex-Paar hat drei gemeinsame, bereits volljährige Kinder: Tochter Jenn (25), Sohn Rory (21) und die jüngste Tochter Phoebe (18). Kennengelernt hatten sich die beiden, als Melinda, vormals French, 1987 in das damals erst aufstrebende Unternehmen Microsoft einstieg, das Bill Gates 1975 mit Paul Allen gegründet hatte. Bei einer Unternehmensfeier in New York sei es zu einem gemeinsamen Abendessen gekommen. „Ich spürte, dass er interessiert war“, beschreibt Melinda Gates in ihrem Buch Wir sind viele, wir sind eins.

Danach hätte sie eine Weile nichts von ihm gehört, bis sich die beiden am Firmenparkplatz wieder begegnet seien. Dort hätte Bill Melinda eingeladen, in zwei Wochen mit ihm auszugehen, was ihr jedoch nicht spontan genug gewesen wäre. An diesem Tag meldete er sich nochmals telefonisch bei ihr, um sie für denselben Abend einzuladen: „Ist dir das spontan genug?“

Puzzles und Mathe

Zusammengeschweißt hätte die beiden ihre gemeinsame Vorliebe für Puzzle-Wettbewerbe und Mathe-Spiele: „Wir mochten es, mit anderen zu konkurrieren.“ Nach 7-jähriger Beziehung folgte 1994 die Heirat auf einem Golfplatz auf der hawaiianischen Insel Lanai. Bis zum jetzigen Zeitpunkt lebte das nunmehrige Ex-Paar auf einem Luxus-Anwesen im Bundesstaat Washington an der US-Westküste, wie eine Zeitung beschreibt.

Superreich, doch (Ehe-)Glück kann man nicht kaufen

Im Jahr 2000 gründeten die beiden ihre bekannte Philanthropie-Organisation, die Bill & Melinda Gates Foundation. Diese gehört mit einem Kapital von mehr als 40 Milliarden US-Dollar zu den einflussreichsten Stiftungen, mit so finanzkräftigen Spendern wie Warren Buffett (Bericht). Bill Gates gilt als viertreichster Mensch der Welt, nach Magnaten wie Jeff Bezos, Elon Musk und Bernard Arnault (Dior, Moët Hennessy, Louis Vuitton). Das US-Magazin Forbes schätzt sein Vermögen auf rund 130 Milliarden US-Dollar (108 Mrd. Euro).

„Wohltätige Aktionen“ sollen weitergehen

Ihre gemeinsame Mission im Bereich von „Gesundheitsvorsorge“ und „Entwicklungsarbeit“ soll jedenfalls trotz ihrer Scheidung weiterhin bestehen bleiben. So sind Bill und Melinda Gates u.a. auch Mitglieder der ebenfalls 2000 – am Weltwirtschaftsforum in Davos – gegründeten „Impfallianz“ Gavi, die „Impfunterstützung“ in verschiedensten Ländern weltweit bietet. Bereits 2013 wurde beispielsweise von ihrer umstrittenen Dreimonatsspritze Depo-Provera zur Verhütung berichtet, die zu dieser Zeit in Afrika ausprobiert wurde.

Kinder „impfen, impfen, impfen“

Die Organisation Gavi sollte, mit den Worten von Melinda Gates in ihrem 2019 erschienen Buch (S. 27) „die nötigen Marktanreize setzen, damit jedes Kind in der Welt Zugang zu Impfstoffen“ bekomme – ein immer noch brandaktuelles Thema, wie die derzeitigen Bestrebungen, verpflichtende Impfungen an Kindern im Zuge von Covid-19 vorzunehmen, nur zu gut zeigen.

Passend dazu auch das Zitat im Vorwort des Buches von Melinda Gates: „Unsere größte Angst ist, dass unsere Macht in Wirklichkeit keine Grenzen kennt.“ – eine Angst, die sie wohl mit einigen Menschen teilt…

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