Trotz der eifrig eingerichteten Schutzzonen für Frauen rund um die Silvesterfeier am Brandenburger Tor kam es laut Polizei dennoch zu einigen sexuellen Übergriffen.

„Women’s Safety Area“

Im Vorfeld der Silvesternacht kündigten die Veranstalter der Neujahrsfeier „Welcome2018“ in Berlin an, sogenannte „Women’s Safety Areas“ einrichten zu wollen.

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Anja Marx, Sprecherin des Veranstalters, erklärte, dass es sich dabei um Zonen handle, in denen sich Frauen, die belästigt wurden, ungestört unterhalten, durchatmen und hinsetzen könnten.

Zusätzlich wurden auf dem Festgelände zwei mobile Wachen der Polizei in Containern aufgestellt. Zahlreiche Beamte waren vor Ort auch in Zivil unterwegs, um rasch und unbemerkt eingreifen zu können.

Tatverdächtige festgenommen

Trotz der besonderen Sicherheitsmaßnahmen verkündete die Berliner Polizei auf Twitter, dass es dennoch zu Fällen von sexuellen Übergriffen gekommen sei. Die Tatverdächtigen wurden festgenommen. Über die Herkunft der Täter ist noch nichts bekannt.

Angespannte Sicherheitslage

Seit dem dramatischen Zwischenfall bei der Silvesternacht in Köln vor zwei Jahren sind die Sicherheitskräfte bei solchen großen Feierlichkeiten besonders alarmiert. In zahlreichen deutschen Städten wurden deshalb in diesem Jahr zahlreiche zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

Die Schutzzonen für Frauen ernteten in den vergangene Tagen jedoch reichlich Kritik. Der Gewerkschaftschef der deutschen Polizei, Rainer Wendt, beklagte, die Schutzzone seien eine „verheerende Botschaft“ und „das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit“.